Bauingenieurwesen, Redaktor TEC21 Wohlig wohnen mit Wolle Alles wird grösser. Trug man früher Wollkleidung in der kalten Jahreszeit, packt man heute ganze Gebäude in Schafwolle ein. Aber ist es sinnvoll, ein tierisches Produkt beim Hausbau zu verwenden? Filz und Pilz am Bau Schafwolle wie Pilze sind prädestiniert als Material für Dämmstoffe. Sie sind nachwachsend und zumindest in ihrer Reinform wieder biologisch abbaubar. Ihre Erzeugung beansprucht wenig Energie – Kreislaufwirtschaft par excellence. Diese interessanten espazium unterwegs: zur interessante(re)n Schwester der Schönen Die Wanderung von Weesen nach Quinten hier vorzustellen wäre fehl am Platz – ein Klassiker, zigfach beschrieben. Wir schauen uns die Kehrseite der Medaille an und gehen auf die Südseite des Walensees: Als technikaffine Leser von TEC21 werden Sie Fluss im Fels, Steine im See Bei wasserbaulichen Massnahmen wird mit Aufweitungen, naturnaher Uferraumgestaltung und ökologischer Vernetzung versucht, die Zukunft positiv zu gestalten. Doch das gefällt nicht allen. Mehr (als) Durchfluss Begrenzter Raum, eine immense Ereigniswucht, kurze Vorlaufzeiten, schwierige Prognosen, hohe Kosten und zuweilen ein fehlender Konsens: Das ist Hochwasserschutz in alpinen Gegenden. Es braucht Ausdauer, gute Ideen, Geld und leider auch manchmal – Werbung Seen, angebohrt und aufgeschüttet In Obwalden wird derzeit eines der grössten Hochwasserschutzprojekte der Schweiz umgesetzt. 115 Mio. Franken sind für einen Entlastungsstollen veranschlagt, um im Ereignisfall den Spiegel des Sarnersees auf einem zulässigen Niveau halten zu können Stroh für Haus und Klima Es heisst, Rumpelstilzchen konnte Stroh zu Gold spinnen. Dabei weist Stroh bereits in seiner Reinform Eigenschaften auf, die auf dem Bau Gold wert sind: hervorragende Dämmwerte bei geringstem Energieaufwand in der Herstellung. Vom Feld ans Haus Stroh und Hanf als sogenannte kultivierte Baumaterialien waren bis vor Kurzem sehr alternativ anmutende Nischenprodukte – doch aktuelle Beispiele zeigen ihr grosses Potenzial. Sie sind klimaneutral und speichern viel biogenes CO2. Bunker, Brücken und Bestand Vorhandene Bauten in neue Projekte einzubeziehen gehört zu den interessantesten Aufgabenstellungen. Entsprechend vielfältig fielen die gekürten studentischen Arbeiten des FEB-Preises 2020 der SIA-Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken aus. Neue V-Bahn und Terminal für Grindelwald Über eine Million Besucher des 3454 m hohen Jungfraujochs benutzen jährlich die Kleine Scheidegg als Umsteigebahnhof – bisher. Seit dem 4. Dezember 2020 ermöglicht die neue 3S-Bahn die direkte Fahrt von Grindelwald zur Station Eigergletscher. Von A1: Instandsetzung der Meistbefahrenen «Zürich-Ost, Brüttiseller Kreuz, Effretikon» sind wohl einige der meistgehörten Ortsnamen im Verkehrsradio. Der 12 km lange Abschnitt ist die meistfrequentierte Strecke der Schweiz. Das derzeitige Instandsetzungsprojekt verschärft dies noch, soll 940 Meter unter Dach und Fach Sie ist ein wirklich spezielles Projekt, die Einhausung Schwamendingen, und dürfte sich zum teuersten Autobahnkilometer der Schweiz entwickeln. 445 Millionen werden aufgewendet, um die bereits bestehende Autobahn A1L zwischen Zürich-Ost und dem Das Geld liegt in der Strasse Strassenerhalt ist ein teures und immer wiederkehrendes Unterfangen. Mit dem Nationalstrassen und Agglomerationsverkehrsfonds versucht man diesem Fass ohne Boden eine genügende Füllhöhe zu geben. Werbung Mehr als nur Belag Im Fokus dieser Ausgabe: der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF, die Überarbeitung des Strassenabschnitts zwischen Zürich-Ost und Effretikon sowie die Einhausung Schwamendingen. Flucht im Kreis? Hintergründige Gedanken der TEC21-Redaktion rund ums Thema Baukultur. Aus der Mitte gen Norden und Süden Der grösste Teil der beiden Einspurröhren des Ceneri-Basistunnels wurde im Sprengvortrieb vom Zwischenangriff bei Sigirino ausgebrochen. Vor allem für die Materiallogistik hatte das entscheidende Vorteile. Metrò Ticino – der Ceneri-Basistunnel Der Ceneri ist mehr als ein Frachttunnel, der den Güterverkehr in halbwegs geordnete (Eisen-)Bahnen lenkt. Der neue Basistunnel ist das letzte Puzzleteil der Flachbahn durch die Alpen. Und als «Metrò Ticino» verbindet er Lugano mit Locarno in einer Von Meer zu Meer, von See zu See Tunnel von überregionaler, ja internationaler Bedeutung werden in der Regel so geplant, dass sie möglichst wenig Auswirkungen auf ihr Umland haben. Beim Ceneri-Basistunnel ist das anders. Er nimmt bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung zwischen Flucht nach vorn – oder nicht? Hintergründige Gedanken der TEC21-Redaktion rund ums Thema Baukultur. Werbung Gäste statt Getreide Ehemals genutzte Silogebäude stehen oft als Ruinen in der Gegend, als Relikte aus früheren Zeiten. Dass es auch anders geht, sieht man im neuen Basler Quartier Erlenmatt Ost: Auf dem ehemaligen Bahngelände wurde ein über 100 Jahre altes Silo zu neuem Keine Angst vor Karbonatisierung Was braucht es, um ein über hundertjähriges Silo in Ateliers, Wohnungen und ein Restaurant umzugestalten? Einen Sinn der Beteiligten für einen besonderen Bau, clevere Lösungen für den Lastabtrag, eine fundierte Einschätzung der Schäden und auch den Rohdiamanten im Silo 108 Jahre alt ist das Silogebäude, das im Basler Quartier Erlenmatt Ost steht – und damit eine der ersten Industriebauten aus Stahlbeton in der Schweiz. 2020 wurde es von Harry Gugger Studio zu einem Begegnungsort mit Restaurant und Hostel umgebaut «Die grösste Hürde ist das Vertragswesen» Bereits seit 2014 wird Open BIM beim Neubau des Kinderspitals Zürich eingesetzt. Nico Ros von ZPF Ingenieure und Michael Drobnik von Herzog & de Meuron waren von Anfang an bei der Planung dabei. BIM in der Praxis Am Beispiel des Neubaus des Kinderspitals Zürich berichten Verantwortliche von Herzog & de Meuron und ZPF Ingenieure von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung. Ein Einblick in die Praxis – es bleibt spannend, auch in Sachen BIM. Der Gotthard-Strom der Zukunft Seit 1920 liefert das Kraftwerk Ritom Strom für die Gotthard-Eisenbahnstrecke, nun wird es ersetzt. Neu sind die Zentrale, der Triebwasserweg, Pumpspeicherung, Schwall-Sunk-Minderung und die Möglichkeit, nicht nur Bahnstrom zu erzeugen. Werbung Des Gotthards Antrieb: Kraftwerk Ritom Das Kraftwerk Ritom war das erste Kraftwerk, das Strom für die Züge durch den Gotthard-Eisenbahntunnel lieferte – vor genau 100 Jahren. Nun wird der «Herzschrittmacher der Schweiz» erneuert. Mehr laden
Wohlig wohnen mit Wolle Alles wird grösser. Trug man früher Wollkleidung in der kalten Jahreszeit, packt man heute ganze Gebäude in Schafwolle ein. Aber ist es sinnvoll, ein tierisches Produkt beim Hausbau zu verwenden?
Filz und Pilz am Bau Schafwolle wie Pilze sind prädestiniert als Material für Dämmstoffe. Sie sind nachwachsend und zumindest in ihrer Reinform wieder biologisch abbaubar. Ihre Erzeugung beansprucht wenig Energie – Kreislaufwirtschaft par excellence. Diese interessanten
espazium unterwegs: zur interessante(re)n Schwester der Schönen Die Wanderung von Weesen nach Quinten hier vorzustellen wäre fehl am Platz – ein Klassiker, zigfach beschrieben. Wir schauen uns die Kehrseite der Medaille an und gehen auf die Südseite des Walensees: Als technikaffine Leser von TEC21 werden Sie
Fluss im Fels, Steine im See Bei wasserbaulichen Massnahmen wird mit Aufweitungen, naturnaher Uferraumgestaltung und ökologischer Vernetzung versucht, die Zukunft positiv zu gestalten. Doch das gefällt nicht allen.
Mehr (als) Durchfluss Begrenzter Raum, eine immense Ereigniswucht, kurze Vorlaufzeiten, schwierige Prognosen, hohe Kosten und zuweilen ein fehlender Konsens: Das ist Hochwasserschutz in alpinen Gegenden. Es braucht Ausdauer, gute Ideen, Geld und leider auch manchmal –
Seen, angebohrt und aufgeschüttet In Obwalden wird derzeit eines der grössten Hochwasserschutzprojekte der Schweiz umgesetzt. 115 Mio. Franken sind für einen Entlastungsstollen veranschlagt, um im Ereignisfall den Spiegel des Sarnersees auf einem zulässigen Niveau halten zu können
Stroh für Haus und Klima Es heisst, Rumpelstilzchen konnte Stroh zu Gold spinnen. Dabei weist Stroh bereits in seiner Reinform Eigenschaften auf, die auf dem Bau Gold wert sind: hervorragende Dämmwerte bei geringstem Energieaufwand in der Herstellung.
Vom Feld ans Haus Stroh und Hanf als sogenannte kultivierte Baumaterialien waren bis vor Kurzem sehr alternativ anmutende Nischenprodukte – doch aktuelle Beispiele zeigen ihr grosses Potenzial. Sie sind klimaneutral und speichern viel biogenes CO2.
Bunker, Brücken und Bestand Vorhandene Bauten in neue Projekte einzubeziehen gehört zu den interessantesten Aufgabenstellungen. Entsprechend vielfältig fielen die gekürten studentischen Arbeiten des FEB-Preises 2020 der SIA-Fachgruppe für die Erhaltung von Bauwerken aus.
Neue V-Bahn und Terminal für Grindelwald Über eine Million Besucher des 3454 m hohen Jungfraujochs benutzen jährlich die Kleine Scheidegg als Umsteigebahnhof – bisher. Seit dem 4. Dezember 2020 ermöglicht die neue 3S-Bahn die direkte Fahrt von Grindelwald zur Station Eigergletscher. Von
A1: Instandsetzung der Meistbefahrenen «Zürich-Ost, Brüttiseller Kreuz, Effretikon» sind wohl einige der meistgehörten Ortsnamen im Verkehrsradio. Der 12 km lange Abschnitt ist die meistfrequentierte Strecke der Schweiz. Das derzeitige Instandsetzungsprojekt verschärft dies noch, soll
940 Meter unter Dach und Fach Sie ist ein wirklich spezielles Projekt, die Einhausung Schwamendingen, und dürfte sich zum teuersten Autobahnkilometer der Schweiz entwickeln. 445 Millionen werden aufgewendet, um die bereits bestehende Autobahn A1L zwischen Zürich-Ost und dem
Das Geld liegt in der Strasse Strassenerhalt ist ein teures und immer wiederkehrendes Unterfangen. Mit dem Nationalstrassen und Agglomerationsverkehrsfonds versucht man diesem Fass ohne Boden eine genügende Füllhöhe zu geben.
Mehr als nur Belag Im Fokus dieser Ausgabe: der Nationalstrassen- und Agglomerationsverkehrsfonds NAF, die Überarbeitung des Strassenabschnitts zwischen Zürich-Ost und Effretikon sowie die Einhausung Schwamendingen.
Aus der Mitte gen Norden und Süden Der grösste Teil der beiden Einspurröhren des Ceneri-Basistunnels wurde im Sprengvortrieb vom Zwischenangriff bei Sigirino ausgebrochen. Vor allem für die Materiallogistik hatte das entscheidende Vorteile.
Metrò Ticino – der Ceneri-Basistunnel Der Ceneri ist mehr als ein Frachttunnel, der den Güterverkehr in halbwegs geordnete (Eisen-)Bahnen lenkt. Der neue Basistunnel ist das letzte Puzzleteil der Flachbahn durch die Alpen. Und als «Metrò Ticino» verbindet er Lugano mit Locarno in einer
Von Meer zu Meer, von See zu See Tunnel von überregionaler, ja internationaler Bedeutung werden in der Regel so geplant, dass sie möglichst wenig Auswirkungen auf ihr Umland haben. Beim Ceneri-Basistunnel ist das anders. Er nimmt bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung zwischen
Gäste statt Getreide Ehemals genutzte Silogebäude stehen oft als Ruinen in der Gegend, als Relikte aus früheren Zeiten. Dass es auch anders geht, sieht man im neuen Basler Quartier Erlenmatt Ost: Auf dem ehemaligen Bahngelände wurde ein über 100 Jahre altes Silo zu neuem
Keine Angst vor Karbonatisierung Was braucht es, um ein über hundertjähriges Silo in Ateliers, Wohnungen und ein Restaurant umzugestalten? Einen Sinn der Beteiligten für einen besonderen Bau, clevere Lösungen für den Lastabtrag, eine fundierte Einschätzung der Schäden und auch den
Rohdiamanten im Silo 108 Jahre alt ist das Silogebäude, das im Basler Quartier Erlenmatt Ost steht – und damit eine der ersten Industriebauten aus Stahlbeton in der Schweiz. 2020 wurde es von Harry Gugger Studio zu einem Begegnungsort mit Restaurant und Hostel umgebaut
«Die grösste Hürde ist das Vertragswesen» Bereits seit 2014 wird Open BIM beim Neubau des Kinderspitals Zürich eingesetzt. Nico Ros von ZPF Ingenieure und Michael Drobnik von Herzog & de Meuron waren von Anfang an bei der Planung dabei.
BIM in der Praxis Am Beispiel des Neubaus des Kinderspitals Zürich berichten Verantwortliche von Herzog & de Meuron und ZPF Ingenieure von ihren Erfahrungen bei der Umsetzung. Ein Einblick in die Praxis – es bleibt spannend, auch in Sachen BIM.
Der Gotthard-Strom der Zukunft Seit 1920 liefert das Kraftwerk Ritom Strom für die Gotthard-Eisenbahnstrecke, nun wird es ersetzt. Neu sind die Zentrale, der Triebwasserweg, Pumpspeicherung, Schwall-Sunk-Minderung und die Möglichkeit, nicht nur Bahnstrom zu erzeugen.
Des Gotthards Antrieb: Kraftwerk Ritom Das Kraftwerk Ritom war das erste Kraftwerk, das Strom für die Züge durch den Gotthard-Eisenbahntunnel lieferte – vor genau 100 Jahren. Nun wird der «Herzschrittmacher der Schweiz» erneuert.