Seen, angebohrt und aufgeschüttet In Obwalden wird derzeit eines der grössten Hochwasserschutzprojekte der Schweiz umgesetzt. 115 Mio. Franken sind für einen Entlastungsstollen veranschlagt, um im Ereignisfall den Spiegel des Sarnersees auf einem zulässigen Niveau halten zu können
Hör- und Lesetipp: Beton – ein Baustoff sucht Nachfolger Beton ist ein begehrter Baustoff – und die Nachfrage wächst. Mit schweren Folgen für das Klima. Karl Urban vom Deutschlandfunk hat sich mit dem Thema auseinandergesetzt und fragt Akteure Experten, was hinter dem Betontraum steckt.
Aus der Mitte gen Norden und Süden Der grösste Teil der beiden Einspurröhren des Ceneri-Basistunnels wurde im Sprengvortrieb vom Zwischenangriff bei Sigirino ausgebrochen. Vor allem für die Materiallogistik hatte das entscheidende Vorteile.
Metrò Ticino – der Ceneri-Basistunnel Der Ceneri ist mehr als ein Frachttunnel, der den Güterverkehr in halbwegs geordnete (Eisen-)Bahnen lenkt. Der neue Basistunnel ist das letzte Puzzleteil der Flachbahn durch die Alpen. Und als «Metrò Ticino» verbindet er Lugano mit Locarno in einer
Von Meer zu Meer, von See zu See Tunnel von überregionaler, ja internationaler Bedeutung werden in der Regel so geplant, dass sie möglichst wenig Auswirkungen auf ihr Umland haben. Beim Ceneri-Basistunnel ist das anders. Er nimmt bedeutenden Einfluss auf die Entwicklung zwischen
Gäste statt Getreide Ehemals genutzte Silogebäude stehen oft als Ruinen in der Gegend, als Relikte aus früheren Zeiten. Dass es auch anders geht, sieht man im neuen Basler Quartier Erlenmatt Ost: Auf dem ehemaligen Bahngelände wurde ein über 100 Jahre altes Silo zu neuem
Keine Angst vor Karbonatisierung Was braucht es, um ein über hundertjähriges Silo in Ateliers, Wohnungen und ein Restaurant umzugestalten? Einen Sinn der Beteiligten für einen besonderen Bau, clevere Lösungen für den Lastabtrag, eine fundierte Einschätzung der Schäden und auch den
Rohdiamanten im Silo 108 Jahre alt ist das Silogebäude, das im Basler Quartier Erlenmatt Ost steht – und damit eine der ersten Industriebauten aus Stahlbeton in der Schweiz. 2020 wurde es von Harry Gugger Studio zu einem Begegnungsort mit Restaurant und Hostel umgebaut
Einfach aufgebaut Eigentlich hätte es einzig eine Instandsetzung des Dachs werden sollen. Nun aber haben die unterirdischen Sporthallen der Schulhäuser in Basel St. Johann Tribünen erhalten. Der Clou: MET Architects und WMM Ingenieure nutzten dafür das brachliegende
Elegant aufgeräumt Der Bushof von OSMB Architekten und Conzett Bronzini Partner Ingenieuren im sankt-gallischen Buchs vereint Konstruktion und Funktion mit bemerkenswerter Eleganz. Der Sichtbetonbau ist bis ins Detail durchdacht und von einer Stringenz, die sich bis
Unter einem Dach Im Neubau des Kindergartens in Morbio Inferiore schafft das Tragwerk die Raumstruktur. Nach einem schlichten Entwurf aus Beton und Holz entstand eine kindgerechte Lernumgebung. Darin stehen Architektur, Statik, Akustik und Pädagogik in einem
Beton, frei geformt Die stetige Weiterentwicklung des Baustoffs Beton und neue Fertigungsmethoden der Schalungen erlauben zunehmend die Gestaltung und den Bau freier Formen. Denn Beton ist nicht nur fest, robust, brandsicher und widerstandsfähig – er ist auch schön.
Champions League des Freiformbaus In Stuttgart wird derzeit die Halle des neuen Durchgangsbahnhofs gebaut. Die 28 Kelchstützen, die das Schalendach künftig tragen, überzeugen konstruktiv und technologisch.
Forschen für die Praxis Mit den heute gängigen Baumethoden ist es unmöglich, nichtstandardisierte Geometrien in Beton nachhaltig herzustellen. Forscher der ETH Zürich testen verschiedene Methoden zur Herstellung freier Formen mit dem Ziel, diese zur Marktreife zu bringen.
«Wir suchen Wege, Materialien effizient zu nutzen» Interview mit Prof. Dr. Philippe Block, ETH Zürich, Institut für Architektur und Tragwerk und Co-Leiter der Block Research Group (BRG).
Vorhang aus Beton In Zürich ist das neue Eishockeystadion im Bau. Schon jetzt lässt sich erahnen, dass die weisse Fassade ein echter Hingucker wird.
Aushängeschilder aus Beton Die beiden Hallen des neuen Sportzentrums auf dem Campus Sursee zeichnen sich durch den intelligenten Einsatz von vorgefertigten Betonteilen aus. Die Spannbetonkonstruktion erforderte besonderes Augenmerk vonseiten der Konstrukteure, insbesondere
Geliebtes Alien Seit 1971 bildet die brutalistische Betonkirche St. Nicolas das Zentrum von Hérémence VS. Der multifunktionale Baukomplex, der neben dem Gotteshaus auch diverse profane Nutzungen beherbergt, wirkt nach 40 Jahren aktueller denn je. Ein Besuch in
Chinegga-Brücke: Schlenker um Stalden Venedig, Hamburg, Amsterdam? Von wegen – ein kleines Dorf im Wallis schlägt sie alle. Bezogen auf seine 1100 Einwohner hat Stalden mit Abstand die meisten Brücken. Die neueste, die Chinegga-Brücke, biegt sich als integrales Bauwerk hoch über der
Rom – Paris via Zermatt per Seilbahn Zugegeben: Das landschaftliche Erlebnis in Basistunneln ist bescheiden. Zermatt versteht dies und präsentiert Alpine Crossing – mit den höchsten Dreiseilumlaufbahnen der Welt von Italien über das Klein Matterhorn in die Schweiz und dann weiter
Riccardo Morandi: Formen unter Spannung Riccardo Morandi war eine der prägenden Figuren des Ingenieurwesens im 20. Jahrhundert und leistete einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung des Stahl- und Spannbetonbaus.
System Nummer 9 Das Versagen von System Nummer 9, wie sein Konstrukteur Riccardo Morandi es nannte, riss 43 Menschen in den Tod. Eine Spurensuche.
«Damals glaubte man, Beton halte ewig» Michel Virlogeux gilt als einer der bedeutendsten Brückenbauer der Welt. Nach dem Einsturz des Polcevera-Viadukts in Genua reflektiert er über mögliche Ursachen des Versagens.
Heilsversprechen in Beton Der Mariendom im nordrhein-westfälischen Neviges zieht seit 1968 Besucherinnen und Besucher in seinen Bann. Nun wird das Dach der Betonkonstruktion von Architekt Gottfried Böhm aufwendig instand gesetzt.
Risse, fein verteilt Seit Jahrzehnten dringt Wasser ins Innere des Mariendoms in Neviges. 2017 wurde ein Teil des Dachs mit carbonfaserbewehrtem Beton abgedichtet – dabei durfte auch die Optik nicht zu kurz kommen.