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Kolumne

Publikationsdatum
06-09-2018
Revision
06-09-2018
Tina Cieslik
Redaktorin TEC21 / Architektur und Innenarchitektur

Was um alles in der Welt ist ein Storchenschnabel? Die ­Arbeit bei TEC21 hält immer wieder Überraschungen bereit, aber dieser Ausdruck war auch der alt­gedienten Redaktorin neu. Beim Be­such auf der Baustelle des Marien­doms in Neviges erzählte der Erz­diözesanbaumeister anschau­lich aus der Bauzeit – wie anno 1966 geplant und oft ad hoc entschieden wurde. Und wie der Bauleiter die Masse des komplexen Dachs jeweils mit einem Storchenschnabel vom Modell abnahm und so auf den zu erstellenden Bau übertrug … äh, mit einem was, bitte?
Jetzt sich bloss keine Blösse geben, lieber erst Google fragen. Doch die Ergebnisse machen noch ratloser, die Suchmaschine schlägt bizarre Be­griffspaare vor: Storchenschnabel schneiden, essen, Storchenschnabeltee. Die Bildsuche bringt die Erlösung, Wikipedia ­liefert die Erklärung: Der Storchenschnabel oder Pantograf «ist ein mechanisches Präzi­sionsinstrument für das Übertragen von Zeichnungen im gleichen, grösseren oder kleineren Massstab». Das ist das Spannende an der Redaktions­arbeit: Da will man etwas über eine neue Technik erfahren und lernt eine fast vergessene kennen.
Und was das Schneiden, Essen und den Tee angeht: keine seltsamen Vorlieben, sondern Verwendungen einer Gera­niumpflanze gleichen Namens.

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