Barcelona baut: Nova Sala Beckett

Bauten in Kürze (Teil 2 von 6)

Zehn Jahre lang hat die Wirtschaftskrise in der Bautätigkeit Spaniens tiefe Einschnitte hinterlassen. Seit Kurzem gibt es neue Projekte, die jenseits der gewohnten Spektakelarchitektur ein neues Kapitel aufschlagen. Wir stellen sie in einer kleinen Serie vor.

Klaus Englert Freier Autor und Architekturhistoriker

«Nova Sala Beckett» geht auf eine ursprünglich im Gràcia-Viertel beheimatete Theatergruppe zurück, die auf der Suche nach neuen Proberäumen war. Das Architektenteam Eva Prats und Ricardo Flores wurde von der Stadt beauftragt, für die Theatergruppe, die dem kommunalen Netzwerk «Fábricas y Creación» ­angehört, das Gebäude der Konsumgenossenschaft «Paz y Jus­tícia» in Poblenou umzubauen. Die Architekten passten den Altbau an die Erfordernisse der Theaterleute an. Ihnen stand ein Budget von zwei Millionen Euro zur Verfügung, um in dem zweigeschossigen Gebäude zwei Aufführungssäle nebst Probe- und Verwaltungsräumen einzurichten. Flores und Prats verwendeten viele Spolien, um die Geschichte des Bauwerks lebendig zu erhalten. Als letzte Bau­massnahme wurde das Genossenschaftscafé neu eingerichtet, über dessen Eingangstür noch immer der Schriftzug «Paz y Justícia» prangt.

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