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Nachhaltiges Bauen

An Ideen für ein zukunftsgerichtetes Bauen fehlt es nicht, doch die Schwierigkeit nimmt zu, solche Innovationen angemessen einzuordnen. Gemeinhin heisst es, das nachhaltige Bauen bestehe aus einer Kombination ökologischer, gesellschaftlicher und ökonomischer Anliegen. Was das bedeutet, will das Dossier «Nachhaltiges Bauen» klären.

Unterstützt durch:

Schutz vor Naturgefahren
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Arolla VS, 2004 (aus der Serie «Alles in Ordnung»).

Es ist fünf vor zwölf

Für die Zukunft sehen Forscher drei Optionen: einen ökologischen Kollaps, eine weltweite Zweiklassengesellschaft oder, wenn die Vernunft siegt, eine nachhaltige globale Entwicklung.

Nachhaltiges Bauen
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SIA
Route du Simplon, 2008 (aus der Serie «Paysage A»).

Zu­pa­cken statt ab­war­ten

Mit dem Projekt «Die Schweiz 2050» erarbeitet der SIA eine Vision für einen qualitätsvollen Lebensraum. Der interdisziplinäre Ansatz ist aussergewöhnlich.

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Nachhaltiges Bauen
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In der ak­tu­el­len Aus­ga­be

Der Klimawandel findet bereits statt – Temperatur-niveau, Wasserkreislauf und die Jahreszeiten geraten durcheinander. Stadt- und Gebäude-planer bereiten sich auf die Erwärmung vor.

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Nachhaltiges Bauen
Schön einfach gelöst: Schutz vor sommerlicher Überhitzung dank Sonnenschirmen gegen Hitzestress in der rumänischen Stadt Temeswar. Nicht ganz so einfach zu lösen: Die Anzahl heisser Tage in der Schweiz wird in zukünftigen Sommern zunehmen. Höchste Zeit also, die Anpassung unserer Gebäude an die prognostizierten Klimaszenarien anzugehen.

Kli­ma­de­sign für die Zu­kunft

Der Klimawandel schreitet voran, so viel ist sicher. Aber wie gut sind die Gebäude, die wir heute bauen, darauf vorbereitet?

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Nachhaltiges Bauen
Wachsende Städte brauchen mehr begrünte, kühlende Räume; trotzdem sind bestehende Flächen nicht sakrosankt: Der Finsbury Circus Garden ist der älteste Stadtpark von London. Um ihn anzulegen, wurde vor über 200 Jahren sogar ein Spital abgerissen. In den letzten Monaten allerdings wurde unter dem Park eine neue U-Bahn-Linie durchgezogen.

Küh­len­de Plät­ze sind op­por­tun

Damit der Klimawandel die urbanen Hitzeinseln nicht weiter aufheizt, wollen Städteplaner die grüne Infrastruktur aufwerten.

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Nachhaltiges Bauen

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Dominik Piringer ist Atmosphärenphysiker und Referent für Stadtklimatologie, Umweltamt Stadt Graz.

«Ein Wan­del auch im Kli­ma­be­wusst­sein»

Klimatologe Dominik Piringer koordiniert den Massnahmenplan zum urbanen Klima und die Begrünungsstrategie der österreichischen Stadt Graz.

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Nachhaltiges Bauen
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Glat­te Hül­len, ver­zwick­te Pro­ble­me

Die Vision, dass Häuser auch Energieproduzenten sind, setzt neue Rahmenbedingungen für die Fassadentechnik und -gestaltung.

Nachhaltiges Bauen
Das Zentrum Sport und Sportwissenschaft der Universität Bern (Baujahr 2015) veranschaulicht die Vorteile der Systemtrennung: Baustoffe und Gebäudetechnik sind leicht separierbar, was den Austausch und die Entsorgung erleichtert. Gleichzeitig werden die Flächen freigespielt – das erlaubt eine flexible Nutzung.

Hö­he­re Fü­gung

Systemtrennung am Gebäude ist ein Nachhaltigkeitsthema. Entscheidend für den Erfolg sind die Verknüpfung der Komponenten und die interdisziplinäre Planung.

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Nachhaltiges Bauen
Der neue Firmensitz der Nolax AG in Sempach-Station – Blick ins Gebäude: Am Boden sind die Elektroüberflurkanäle erkennbar. Zwischen den Trägern befindet sich die Grund­beleuchtung.

Mehr als die Sum­me der Tei­le

Wird das Gebäude als Gesamtsystem verstanden, kann punktuell auch mit Systemintegration gearbeitet werden – wie im neuen Firmensitz der Nolax AG.

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Nachhaltiges Bauen
Erster Träger des SNBS-Gebäudezertifikats: der neue Geschäftssitz von Losinger Marazzi an der Wankdorfallee in Bern.

No­te 4 oder bes­ser für Wett­be­werbs­pro­jek­te

Das Gebäudelabel SNBS integriert ein zusätzliches Wettbewerbsverfahren.

Baukultur
Nachhaltiges Bauen
Unverwechselbares Fassadenbild im Erweiterungsbau der Universität Zürich: fünfgeschossiger Gebäudeflügel mit gefächerten Balkonschichten.

Wand­lungs­fä­hi­ge Häu­ser

Systemtrennung konsequent umgesetzt: Damit ­hochtechnisierte und funktionale Gebäude flexibel nutzbar sind, braucht es offene Strukturen und schnell anpassbare Installationskonzepte.

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Nachhaltiges Bauen
Bei den Anbauten dominierten das wetterbeständige Lärchenholz und die eingebauten Sonnenkollektoren. Sägerohe Bretter sind in ihrer maximalen Breite stumpf gestossen und deren Fugen mit einer Deckenleiste geschlossen.

Hei­den­haus, neu er­fun­den

Ein altes Dorfhaus in Münster kommt ohne Zentralheizung aus.

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Holzbau
Nachhaltiges Bauen
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In der ak­tu­el­len Aus­ga­be

Alpine Holzbauten im Wandel – drei aktuelle Beispiele. Die Herangehensweisen sind so individuell wie die jeweilige Ausgangslage.

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Holzbau
Nachhaltiges Bauen

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Die Blut- und Ner­ven­bah­nen des Spi­tals

Dank der Erneuerung der Energieanlagen und der Mediennetze ist eine nachhaltige, klimafreundliche Versorgung des Gesamtareals möglich.

Nachhaltiges Bauen
Gesundheitsbauten
FHNW-Forscherin Dr. Monika Hall hat ihre Simulation unter anderem an diesen Wohnhochhäusern an der Sihlweidstrasse in Zürich validiert, das von Harder Haas Architekten saniert wurde.

Das ab­ge­na­bel­te Haus

Null- und Plusenergiehäuser sind wichtige Einheiten im Konzept einer dezentralen Stromversorgung.

Nachhaltiges Bauen
Gebäudetechnik Kongress
Ansicht im Modell mit Fischenrüti (links oben), Kuppe (im Mittelgrund) und Mitte (rechts hinten).

Ver­dich­tungs­are­al am Hor­ge­ner Sied­lungs­rand

Gemischtes Quartier mit 2000-Watt-Konzept

Verdichtung
Nachhaltiges Bauen
Der Businesspark in Ittigen BE ist Arbeitsstätte für beinahe 2000 Swisscom-Mitarbeiter. Das Gebäudeatrium dient als Steigschacht im Luftwechselsystem. Das behagliche Raumklima wird mit robuster Technik und ohne Kältemaschine organisiert.

Ar­chi­tek­tur am Gän­gel­band der Tech­nik?

Ist das nachhaltige Gebäude ein Hightech-Produkt oder ebenso sparsam in der Ausstattung wie in der Energieperformance.

Nachhaltiges Bauen
Messeimpressionen.

Wei­ter­bau­en für die Zu­kunft

Das 21. Herbstseminar hatte Siedlungs- und ­Arealentwicklung mit Energieeffizienz und erneuerbaren Energien zum Thema.

Nachhaltiges Bauen
Das Haus „Haus 2050“ in Kriens wurde vom Architekturbüro Aardeplan AG gebaut und im Rahmen der Pilotphase des Standards Nachhaltiges Bauen Schweiz (SNBS) 2014 zertifiziert. Der fünfstöckige Neubau gewann 2014 den Prix Watt d’Or in der Kategorie Gebäude und Raum.

Das La­bel Nach­hal­ti­ges Bau­en Schweiz nimmt For­men an

An der Swissbau wird das Label Nachhaltiges Bauen Schweiz vorgestellt – ein Teil der Strategie des Bundesrats zur nachhaltigen Entwicklung.

Nachhaltiges Bauen

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(Visualisierung: pd)

Grund­stein­le­gung für Green­ci­ty in Zür­cher Man­egg

Startschuss für ein neues Quartier in Zürich: Auf dem ehemaligen Sihlpapier-Areal Manegg erfolgte heute die Grundsteinlegung der Stiftungs- und Genossenschaftswohnungen in der Greencity.

Nachhaltiges Bauen

SNBS: Mi­ner­gie geht leer aus

Das Netzwerk Nachhaltiges Bauen Schweiz wird ab nächstem Jahr ein Gebäudelabel lancieren. Den Zuschlag als Zertifizierungsstelle hat ein internationales Unternehmen erhalten.

Nachhaltiges Bauen
Hochwertige Baustoffe können unterschiedlicher Herkunft sein. Auch das Spektrum der Abfallstoffe (im Bild: gepresster Plastikmüll) kann architektonischen Ansprüchen genügen.

Ver­mei­den, ver­min­dern, ver­wer­ten

Die Reduktion der Abfallströme beginnt beim Entwerfen und Bauen. TEC21 zeigt vielfältige Ansätze, um Wegwerf-Architektur zu vermeiden.

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Nachhaltiges Bauen
Kreislaufwirtschaft
Alterswohnzentrum Köschenrüti: Beim ressourceneffizienten Bauen sind auch weniger kompakte Baukörper erlaubt; andere Faktoren wie Raumprogramm und Flächenbedarf bestimmen die Massenbilanz ebenfalls mit.

«Mög­lichst ei­nen Kreis­lauf for­men»

Vermeiden, vermindern oder verwerten: Das Prinzip der Abfallwirtschaft lässt sich auch beim Konstruieren von Gebäuden umsetzen.

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Nachhaltiges Bauen
Kreislaufwirtschaft
Der Schweizer Expo-Länderpavillon in Mailand: Die Verhandlungen zur Weiterverwendung der Bauteile sind noch im Gang.

Das Di­lem­ma der tem­po­rä­ren Nut­zung

Ausstellungsbauten bestehen mit Vorteil aus wieder- und weiterverwertbarer Substanz. Der Schweizer Expo-Pavillon hätte das Recyclingziel beinahe mustergültig erfüllt.

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Nachhaltiges Bauen
Kreislaufwirtschaft
Die Gipsanteile (CaSO4) unter den Rückbaumaterialien sind nicht die einzigen Materialien, die sich eigentlich für eine stoffliche Wiederverwendung eignen würden.

Die Zu­ta­ten im Ge­bäu­de

Um allfällige Potenziale zum Sortieren und Recycling der Abbruchmaterialien abzuschätzen, braucht es eine detaillierte Analyse des verbauten Materialmixes.

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Nachhaltiges Bauen
Kreislaufwirtschaft

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Die Gipsplattenproduktion bietet ein grosses Potenzial zum Einsatz von Recyclingmaterial aus dem Gebäuderückbau.

Mehr Gips für den Kreis­lauf

Gips landet nach dem Gebäuderückbau meist auf Inertstoffdeponien. Wiederverwertung wäre nachhaltiger. Eine Studie des Kantons Zürich zeigt, wie gross das effektive Potenzial ist.

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Nachhaltiges Bauen
Kreislaufwirtschaft
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