Nach dem Berg­sturz

Jury-Shortlist Prix SIA 2026: Neugestaltung Verbauungen, Bondo (GR)

Publikationsdatum
30-04-2026
Judit Solt
Fachjournalistin BR, Chefredaktorin espazium magazin

2017 stürzten drei Millionen Kubikmeter Gestein vom Piz Cengalo ins Tal und zerstörten das Bergeller Dorf Bondo. Die Neugestaltung des Gebiets zielte darauf ab, die noch vorhandenen Kultur- und Naturräume zu stärken, wiederherzustellen und zu erweitern. Die neuen Schutzbauten umfassen Verbauungen mit erhöhten Dämmen, die Vergrösserung des Geschiebe-Auffangbeckens sowie neue Verkehrsanlagen.

Bereits erschienen: «Vom Bergsturz zur Stützmauer» in Schweizer Ingenieur­baukunst 2023–2025, Band 5
Weitere Artikel direkt von der Baustelle im E-Dossier «Bondo».

Der Schutz vor Naturgefahren gewinnt im Kontext der Klimaerwärmung und der daraus resultierenden Extremereignisse an Bedeutung. Die Schutzbauten in Bondo sind ein herausragendes Beispiel dafür, welchen baukulturellen Mehrwert interdisziplinär und partizipativ entwickelte Infrastrukturprojekte schaffen können: Die Ingenieurbauten dienen nicht nur dem Schutz vor Naturgefahren und der Mobilität, sie tragen auch zu einer sorgfältigen Landschaftsgestaltung in einem wertvollen alpinen Naturraum bei.

Neugestaltung Verbauungen, Bondo (GR)

 

Planungsteam

ARGE «strata» (Conzett Bronzini Partner, Caprez Ingenieure, AUIN, mavo, Müller Illien, C. Clavuot)

 

Bauingenieurwesen

Conzett Bronzini Partner

 

Wasserbau

AUIN

 

Verkehrsplanung

Caprez Ingenieure

 

Landschaftsarchitektur

mavo; Müller Illien

 

Architektur

Conradin Clavuot

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