Nach dem Bergsturz
Jury-Shortlist Prix SIA 2026: Neugestaltung Verbauungen, Bondo (GR)
2017 stürzten drei Millionen Kubikmeter Gestein vom Piz Cengalo ins Tal und zerstörten das Bergeller Dorf Bondo. Die Neugestaltung des Gebiets zielte darauf ab, die noch vorhandenen Kultur- und Naturräume zu stärken, wiederherzustellen und zu erweitern. Die neuen Schutzbauten umfassen Verbauungen mit erhöhten Dämmen, die Vergrösserung des Geschiebe-Auffangbeckens sowie neue Verkehrsanlagen.
Bereits erschienen: «Vom Bergsturz zur Stützmauer» in Schweizer Ingenieurbaukunst 2023–2025, Band 5.
Weitere Artikel direkt von der Baustelle im E-Dossier «Bondo».
Der Schutz vor Naturgefahren gewinnt im Kontext der Klimaerwärmung und der daraus resultierenden Extremereignisse an Bedeutung. Die Schutzbauten in Bondo sind ein herausragendes Beispiel dafür, welchen baukulturellen Mehrwert interdisziplinär und partizipativ entwickelte Infrastrukturprojekte schaffen können: Die Ingenieurbauten dienen nicht nur dem Schutz vor Naturgefahren und der Mobilität, sie tragen auch zu einer sorgfältigen Landschaftsgestaltung in einem wertvollen alpinen Naturraum bei.
Neugestaltung Verbauungen, Bondo (GR)
Planungsteam
ARGE «strata» (Conzett Bronzini Partner, Caprez Ingenieure, AUIN, mavo, Müller Illien, C. Clavuot)
Bauingenieurwesen
Conzett Bronzini Partner
Wasserbau
AUIN
Verkehrsplanung
Caprez Ingenieure
Landschaftsarchitektur
mavo; Müller Illien
Architektur
Conradin Clavuot
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