Ein Haus zieht um

Jury-Shortlist Prix SIA 2026: Gässli 5, Grabs (SG)

Publikationsdatum
30-04-2026
Judit Solt
Fachjournalistin BR, Chefredaktorin espazium magazin

Beim Projekt Gässli 5 wurde ein historisches Bauernhaus vollständig demontiert und an einem neuen Standort im selben Dorf wiederaufgebaut. Ergänzt wird der ungedämmte Altbau durch einen Neubau aus Stampflehm. Dieser beherbergt einerseits die notwendige technische Erschliessung und zusätzliche Räume wie Toilette, Küche und eine Wohnung im Obergeschoss.

Bereits erschienen: «Wo der Wille Häuser versetzt» auf espazium.ch

Das Projekt beruht auf einer gemeinschaftlichen und partizipativen Initiative, die neuen Wohnraum schafft, Aussenräume präzis gestaltet und die Dorfgemeinschaft stärkt. Beide Gebäudeteile – der dislozierte Altbau und der Neubau – beleben die alte Kulturtechnik wieder, Gebäude so zu errichten, dass ihre Teile demontiert, ersetzt oder neu zusammengestellt werden können. Zum Einsatz kamen nachwachsende Baustoffe wie Holz, Lehm und Stroh. Das Projekt zeugt von einer hohen Sensibilität für die Baustoffe, den Kontext, die Umwelt und die Methode; es ist eng im Ort verwurzelt und stärkt den Genius Loci.

Gässli 5, Grabs (SG)


Architektur 

Allen + Crippa

 

Bauingenieurwesen

Merz Kley Partner

 

Vorfabrikation

Lehm Ton Erde

 

Bauphysik

Spektrum Bauphysik

 

Andere

Siben

 

Holzbau

Egga Holzbau

Weitere Beiträge zum Prix SIA 2026 finden Sie in unserem E-Dossier und unter prixsia.ch.

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