Mon­tie­ren wir noch oder ge­stal­ten wir schon?

espazium magazin 06/2026

Data di pubblicazione
19-03-2026

Die Schweiz hat eine hohe Baukultur mit lebendigem Diskurs und ambitionierten architektonischen Ansprüchen. Soweit herrscht wohl weitestgehend Konsens. Würden Sie das aber auch von den meisten PV-Anlagen in der Schweiz behaupten? Sind sie gut in die Gebäude eingepasst? Wie selbstverständlich integrieren Sie solare Technik in Ihrem Planungsalltag? Bereiten Ihnen PV-Paneele Freude, sind sie gar eine Bereicherung für Ihre Projekte? 

Klar, die meisten Anlagen sind unauffällig und erfüllen ihren wichtigsten Zweck. An die dunklen Raster auf den Dächern gewöhnt man sich sowohl in ländlichen wie auch urbaneren Umgebungen. Aber architektonisch ambitioniert sieht anders aus. 

Im europäischen Vergleich hinkt der Solarausbau in der Schweiz noch immer hinterher und es ist absehbar, dass er in Zukunft vermehrt auch regula­torisch vorangetrieben werden wird. In Basel-Stadt etwa steht die Einführung einer Solarpflicht für Bestands­gebäude bevor und auf nationaler Ebene ist die Solarinitiative, die PV auf allen geeigneten Gebäudeflächen fordert, kürzlich zustande gekommen. Höchste Zeit also, dass die Gestaltung solarer Dächer und Fassaden zum alltäglichen Handwerk der Planenden wird.

Die Projekte in dieser Ausgabe gehen die Aufgabe unterschiedlich an: In Jona kombinieren die Planenden Solarthermie und Photovoltaik auf dem Dach, was zu einer prägenden Erscheinung mit markantem Knick führt, während die Siedlung Lacheren in Schlieren die PV an der Fassade in die goldenen Fassadenpaneele integriert. Dazu ein Hinweis in eigener Sache: Unser E-Dossier «Solares Bauen» versammelt zahlreiche gelungene Beispiele und wird im kommenden Jahr weiter wachsen. Denn gute Projekte gibt es schon viele. Zeit, dass sie sich mehren und zum neuen Standard werden – mit oder ohne Solarpflicht.

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