Licht im Zentrum

Hella Schindel Architektur, Redaktorin TEC21

Um die ganze Bandbreite der Bedeutung von Licht zu erfassen, bedarf es lebenslanger Forschung. Einen Einblick in die Zusammenhänge boten die Vorträge zweier Experten an der ETH: Als Preisträger des Velux Daylight Award für die Forschung referierte Maryline Andersen von der EPF Lausanne (vgl. «Licht für Seele, Kopf und Herz»). Mit ihrem Team entwickelt sie Instrumente, die es Planern erlauben, die Lichtverhältnisse an jedem beliebigen Ort in einem virtuellen Gebäude in Abhängigkeit von Zeit, Wetter und Raumverhältnissen zu simulieren. Ziel ist die Einbindung von Tageslicht als gleichberechtigtem Parameter in Planungsprozesse, wobei das Wohlbefinden des Menschen als Nutzer im Fokus steht (Video).

Diese Studien findet Steven Holl, Preisträger des Daylight Award für die Architektur 2016, als Grandseigneur der poetisch erfinderischen Architektur zwar hochinteressant – für das Überprüfen seiner eigenen Entwurfsprozesse verlässt er sich aber immer noch auf Modellbau und Aquarellstudien, die die verschiedenen Lichtverhältnisse tatsächlich abbilden (Video).

Lesen Sie auch: «Künstliche Sonne» und «Dynamisches Licht».

 

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