Lui­gi Snoz­zi: Dich­te und Lee­re

Editorial TEC21  9/2020

Publikationsdatum
02-04-2020

Wir trafen den Architekten Luigi Snozzi für ein Interview in Monte Carasso, dem Ort, an dem er viele seiner Thesen umsetzen konnte. Trotz der geschwächten Konstitution des inzwischen 87-Jährigen spürt man im Gespräch noch immer sein Bedürfnis, für eine politische Einmischung der Architektenschaft zu werben – mit Projekten, nicht mit Worten.

Seine bis heute aktuelle Haltung zu den Themen Verdichtung und Landschaftsschutz, zur identitätsstiftenden Auseinandersetzung mit dem Ort, stammen aus den 1970er-Jahren. Vielleicht liegt es an diesem vielschichtigen Hintergrund, der auch das gesellschaftliche und politische Engagement des Architekten umfasst, dass sich sein Schaffen an diesem einen Ort als Hauptwerk konsolidiert.

Darum war diesmal – anders als bei den Heften zum Schaffen von Peter Zumthor und Justus Dahinden – ­keine Rundreise nötig, um sein Werk zu erfassen. An einem Nachmittag haben wir die Gassen und Plätze durchschritten und versucht nachzuvollziehen, wie sich Snozzis städtebauliches Konzept vom Dorfkern ausgehend über die folgenden Jahrzehnte entwickelt hat.

Zugleich übte Luigi Snozzi durch seine Lehrtätigkeit in allen Regionen unseres Landes gros­sen Einfluss auf angehende Architektinnen und Architekten aus. Einigen haben wir eine Auswahl der Aphorismen zugesandt, die Snozzi für seine Vorlesungen formulierte. Aus ihrem heutigen Berufs­alltag heraus haben sie atmosphärische Repliken zu diesen radikalen Denkanstössen ­verfasst.

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