Kunst­mu­se­en, er­wei­tert

Editorial

Publikationsdatum
11-08-2016
Revision
26-08-2016
Tina Cieslik
Redaktorin TEC21 / Architektur und Innenarchitektur

Sammeln, Erhalten, Erforschen und Ausstellen – das sind die traditionellen Tätigkeitsbereiche von Kunstmuseen. Die Verbindung von Alt und Neu, die präzise städtebauliche Setzung, eine gekonnte räumliche Erschliessung, die Rolle der Fassade für Bau und Stadtbild – das wiederum sind klassische architektonische Aufgaben, die das Museum als Entwurfsaufgabe so interessant machen. Museen gehören als Inbegriff des öffentlichen Gebäudes zum Inventar eines jeden Stadtbilds, und trotz des Google Arts Projects – oder vielleicht auch deswegen? – erleben gerade die der Kunst gewidmeten Häuser eine neue Blüte. 
In den vergangenen fünf Monaten öffneten allein in der Schweiz zwei bedeutende Erweiterungen ihre Tore: Im April nahm das Kunstmuseum Basel seinen Erweiterungsbau von Christ & Gantenbein in Betrieb, im Juni folgte das Bündner Kunstmuseum in Chur mit einem Neubau von Barozzi/ Veiga. Trotz unterschiedlicher Grösse offenbaren die Bauten Gemeinsamkeiten.
Beide sind städtebaulich gekonnt platziert, beide interpretieren die Beziehung zum Altbau als respektvolle Nähe. Die durchdachte Materialwahl der Fassaden bezieht sich auf den Bestand, entwickelt aber dennoch eigenständige Themen. Raumprogramm und -disposition erlauben sowohl Wechselausstellungen als auch eine angemessene Präsentation der Sammlungen.
Wie Architekten und Ingenieure die vielschichtigen Anforderungen gelöst haben, zeigt der Schwerpunkt dieser Ausgabe.

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