Kunst für al­le

Der Studiengang MAS Geschichte und Theorie der Architektur zeigt an der ETH Zürich seine Forschungsergebnisse über Kunst im öffentlichen Raum in einer gemeinsamen Ausstellung mit der Künstlerin Coumba Samba. Zehn Fallstudien aus dem Kanton Zürich geben Aufschluss über das Werkzeug Kunst im öffentlichen Raum als regulatorisches Mittel.

Publikationsdatum
03-11-2025

Die Studierenden des MAS Geschichte und Theorie der Architektur gta der ETH Zürich untersuchten in zehn Fallbeispielen jeweils zwei bis vier Kunstwerke, die die öffentliche Hand in Auftrag gab, und fassten sie thematisch zusammen, wie zum Beispiel «Robuste Kunst für unterirdische Verkehrsinfrastrukturen». Diese Sammlung zeigt die Bahnhöfe Zürich Flughafen, Schwamendingen und Stettbach. 

Ein anderes Team untersuchte in «Rivalisierende Hochschulen, mutierende Bildprogramme» die plastisch-bildnerische Ausstattung der Baukomplexe von ETH und Universität Zürich. Nochmals andere verglichen vier Beispiele entlang des Zürichsees und der Limmat und fassten sie unter dem Titel «Von genutzten, befreiten und inszenierten Gewässern» zusammen. 

Umgeben von den Werken der New Yorker Künstlerin Coumba Samba, die mit volumetrischen Grundformen in Primärfarben den Raum erfüllen, werden die Fallstudien in ebenso farbigen Archivschränken zugänglich gemacht. Die Besuchenden dürfen in den Schubladen stöbern. Kurze Texte geben Aufschluss über die Entstehungsgeschichten und Zusammenhänge der staatlich beauftragten Kunst. 

gta exhibitions zeigt mit «% for Art: Regulating Civic Space in Zurich / Coumba Samba: The National Expo» eine ästhetische Gesamtschau, kuratiert von André Bideau, Fredi Fischli und Nils Olsen. Sie hat das Potenzial, nicht nur ein akademisches Publikum zu interessieren, denn die gezeigten Beispiele sind Orte des gesellschaftlichen Lebens in Zürich und sollten vielen Bewohnerinnen und Bewohnern der Stadt bestens bekannt sein.

Die Ausstellung «% for Art: Regulating Civic Space in Zurich / Coumba Samba: The National Expo» läuft bis zum 28. November 2025, gta exhibitions, ETH Zürich, Hönggerberg

Podiumsdiskussion «The Privilege of Selecting»Donnerstag, 27. November 2025, 18 Uhr

ETH Zürich, Hönggerberg, gta exhibitions

 

Mit Samia Henni, Christoph Schenker, Madeleine Schuppli und Adam Szymczyk.

 

Moderiert von den Ausstellungskuratoren André Bideau, Fredi Fischli und Niels Olsen.

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