Her­mann Blu­mer: Ei­nem Holz­bau­pio­nier auf der Spur

Editorial TEC21 20/2023

Publikationsdatum
14-06-2023

Hermann Blumer aus dem appen­zell­ischen Waldstatt trägt mit seinen Erfindungen seit den 1970er-Jahren dazu bei, dass architektonische Vi­sio­nen im Holzbau ungeahnte ­Formen annehmen können. Ob Peter Zumthor, ­Daniel ­Libeskind, Shigeru Ban oder Herzog & de Meuron: ­Blumer war ihnen Stütze und Hilfe bei der Umsetzung vieler wegweisender Holzbauten. Der ge­lernte Zimmermann und an der ETH Zürich diplomierte Bau­ingenieur zeichnet sich durch Hartnäckigkeit und Ausdauer aus. Und er kann es nicht ausstehen, wenn er seine Versprechen gegenüber Architekten und Archi­tektinnen nicht halten kann. Mit Mut und Neugier für Unkonventionelles hat Hermann Blumer dem Holzbau zu einer sichtbaren Ver­änderung seiner Formensprache verholfen, die das Material weg von der Konnotation mit ­«Heimeligkeit» hin zu einem zukunfts­weisenden Baustoff geführt hat.

Am 15. Juni 2023 erhielt Hermann Blumer, der dieses Jahr 80 Jahre alt wird, für sein Lebenswerk den Building-Award – eine Auszeichnung von bilding, der Schweizerischen Stiftung zur Förderung des Ingenieurnachwuchses im Bauwesen. Die Jury würdigte Blumers aussergewöhnliche Leistung und sein heraus­ragende Engagement zugunsten der Baubranche. Dabei steht Hermann Blumer nicht nur für Innovation, Krea­tivität und hohe Fachkompetenz, sondern ebenso für Nachhaltigkeit, Nachwuch­förderung und verantwortungsvolles Unternehmertum. Die menschliche und bodenständige Art des hervorragenden Erklärers, beharrlichen Umsetzers und bescheidenen Menschen ist auch in unserem Gespräch spürbar.

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