Der elas­ti­sche Grund­riss

Editorial TEC21  8–9/2021

Publikationsdatum
24-03-2021
Tina Cieslik
Redaktorin TEC21 / Architektur und Innenarchitektur

Noch vor 13 Monaten hätte sich ein Grossteil der Schweizer Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer das nicht vorstellen können: von zu Hause aus zu arbeiten. Nicht nur einen, vielleicht auch zwei Tage pro Woche. Sondern jeden einzelnen. Zusammen mit der Lebenspartnerin, den Kindern, den Haustieren, den im gleichen Haushalt lebenden betagten Eltern. 

Das Konstrukt, das ausser epidemiologischen unbestritten auch ganz praktische Vorteile hat – weniger Zeitverlust durchs Pendeln, weniger Businessreisen, selber Kochen statt Take-away am Mittag – hat auf dem Immobilienmarkt schon Spuren hinterlassen. Büros stehen leer, die Nachfrage nach Eigentum, am liebsten mit Garten, hat zugenommen.

Und die Grundrisse? Bis vor Kurzem war Verdichtung das ökologische Gebot der Stunde, der Loft (in all seinen mittelständischen Ausprägungen) das Ideal der Wohnungstypologie. Mit Corona hat sich das geändert. Tatsächlich aber nicht erst mit Corona: Die Suche nach Raumkonfigurationen, die unseren diversifizierten Lebensmodellen Rechnung tragen, hat schon vor einigen Jahren eingesetzt. Die Pandemie verstärkt lediglich das Bedürfnis. Wir zeigen inspirierende Beispiele projektierter und realisierter Bauten – auch «Die elastische Wohnung» von PPAG architects aus Wien, die dieser Ausgabe den Titel geliehen hat.

Aber auch wer weiterhin mit einem improvisierten Arbeitsplatz am Küchentisch über die Runden kommen muss, kann seine Situation verbessern. Wir stellen Ihnen Möbel und Objekte vor, die das Homeoffice bereichern: durch Funktionalität, Schönheit oder einfach etwas Witz.

Weitere Infos zu dieser Ausgabe finden Sie hier.

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