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Schweizer Preis für Putz und Farbe 2026

Der Schweizer Preis für Putz und Farbe würdigt Projekte in höchster gestalterischer und handwerklicher Qualität. Die diesjährige Verleihung bestätigt: Die Zusammenarbeit von Planenden und Ausführenden lohnt sich.

Data di pubblicazione
29-01-2026

Der vom Schweizerischen Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV initiierte Preis würdigt ausgeführte Bau- und Raumprojekte, die durch einen differenzierten, nachhaltigen und qualitätvollen Umgang mit Putz und Farbe überzeugen und beispielhaft zeigen, wie Architektur, Gestaltung und Handwerk gemeinsam zur Baukultur beitragen.

Preisverleihung 2026 an der Swissbau 

Bereits zum fünften Mal zeichnet der Preis Projekte aus, bei denen Putz und Farbe nicht als dekorative Oberflächen verstanden werden, sondern als wesentliche Elemente des architektonischen Konzepts. Die Preisverleihung fand dieses Jahr zum ersten Mal im Rahmen der Swissbau 2026 statt und bot damit den passenden fachlichen Kontext, um die ausgezeichneten Projekte einem breiten Publikum aus Planung, Ausführung und Bauwirtschaft vorzustellen. 

Putz und Farbe als integraler Bestandteil der Architektur 

Die ausgezeichneten Arbeiten zeigen, welches gestalterische, funktionale und ökologische Potenzial in diesen Materialien steckt – von der Fassadengestaltung über den Innenraum bis hin zum respektvollen Umgang mit Bestand. 

«Der Schweizer Preis für Putz und Farbe zeichnet Projekte aus, die nur durch gute Zusammenarbeit entstehen konnten. Er macht sichtbar, wie wichtig das Zusammenspiel von Planung, Handwerk und Materialkompetenz für qualitätsvolles Bauen ist.» 

Mario Freda, Zentralpräsident des SMGV

Der Jurybericht hebt den konstruktiven Schulterschluss zwischen Planenden und Ausführenden als zentrales Qualitätsmerkmal hervor. Angesichts steigender Anforderungen an Nachhaltigkeit, Ressourcenschonung und Bestandserhalt sei die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten entscheidend. 

Beurteilungskriterien und Juryarbeit 

Die unabhängige Fachjury aus Architektur, Farbgestaltung sowie dem Maler- und Gipserhandwerk bewertete die eingereichten Projekte unter anderem nach Qualität des Farb- und Materialkonzepts, handwerklicher Ausführung, materialgerechter Anwendung von Putz und Farbe, Innovationsgehalt, Nachhaltigkeit sowie nachgewiesener Teamarbeit. 

«Die prämierten Arbeiten zeigen, dass hohe gestalterische Ambitionen und handwerkliche Präzision untrennbar zusammengehören. Putz und Farbe sind dabei nicht dekorative Ergänzungen, sondern prägende Elemente der Architektur.» 
Catherine Gay Menzel, Jurypräsidentin Schweizer Preis für Putz und Farbe 2026

Besonders gewürdigt wurden Arbeiten, die auf mineralische, langlebige und reparierbare Materialien setzen und Putz und Farbe als Beitrag zu Raumklima, Akustik und Dauerhaftigkeit verstehen. 

Impulse für das Weiterbauen 

Die prämierten Arbeiten machen deutlich, welches Potenzial im bewussten Einsatz von Putz und Farbe liegt: in der sorgfältigen Wahl der Materialien, in der Präzision der Ausführung und im reflektierten Umgang mit dem Bestehenden. Putz und Farbe erweisen sich dabei als wirkungsvolle Werkzeuge, um Räume zu differenzieren, Gebäude im Kontext zu verorten und eine langfristige Nutzung zu ermöglichen. 

Der Schweizer Preis für Putz und Farbe würdigt damit nicht nur einzelne Projekte, sondern leistet einen Beitrag zur Weiterentwicklung einer Baupraxis, die auf Wissenstransfer, Verantwortung und Zusammenarbeit basiert – und die Qualitäten des Handwerks als integralen Bestandteil zeitgemässer Architektur versteht. 


PREISTRÄGER 2026

Kategorie Fassadengestaltung
Gold: Sekundarschule Pestalozzi, Basel

Die Jury würdigt die sorgfältige Fassadensanierung, die den historischen Ausdruck des Schulhauses bewahrt und zeitgemässen Anforderungen gerecht wird. Putz und Farbe werden präzise eingesetzt, um Materialität, Proportionen und räumliche Ordnung zu stärken und den Bestand qualitätsvoll weiterzubauen.

Planung | Architektur: MET Architects GmbH
Ausführung | Handwerk: Groupe Egli AG
Unterstützt durch: Fixit AG, Guth Naturstein GmbH

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Kategorie Fassadengestaltung
Silber: Zum Gelbhorn – Altstadthaus, Baden

Das Projekt überzeugt durch den sensiblen Umgang mit der historischen Bausubstanz und eine differenzierte Fassadengestaltung. Farbigkeit und Oberflächen sind präzise auf den städtebaulichen Kontext abgestimmt und tragen zur Identität des Gebäudes im Altstadtgefüge bei.

Planung | Architektur: Zweifel Architekt GmbH, wrkstadt David Keist
Ausführung | Handwerk: Gipsergeschäft Kradolfer GmbH, wrkstadt David Keist


Kategorie Fassadengestaltung
Bronze: Pièce Urbaine C, Lausanne

Die Jury hebt die zeitgemässe, urbane Fassadensprache hervor, bei der Farbe, Textur und Material gezielt eingesetzt werden. Putz und Farbe verleihen dem Gebäude Plastizität, Gliederung und eine klare Verortung im städtischen Umfeld.

Planung | Architektur: NICOLAS DE COURTEN architectes Sàrl
Ausführung | Handwerk: Bravata SA
Unterstützt durch: Tania Grace Knuckey


Kategorie Innenraumgestaltung
Gold: Casa Jolli Semione, Bleniotal

Ausgezeichnet wurden der konsequente Einsatz mineralischer Materialien und die hohe atmosphärische Qualität der Innenräume. Das Zusammenspiel von Licht, Farbe und handwerklicher Ausführung schafft eine starke räumliche Wirkung und unterstützt ein gesundes Raumklima.

Planung | Architektur: Camponovo Baumgartner GmbH
Ausführung | Handwerk: paint & clay art GmbH


Kategorie Innenraumgestaltung
Silber: SLZL Chasa Suzöl, Lavin

Die Jury würdigt die behutsame Weiterentwicklung eines Bestandbaus, bei der Putz und Farbe dazu beitragen, räumliche Schichten sichtbar zu machen. Traditionelle Materialien und zeitgemässe Eingriffe werden sorgfältig aufeinander abgestimmt.

Planung | Architektur: Raumpla.net GmbH
Ausführung | Handwerk: Raumpla.net GmbH, Murturi GmbH
Unterstützt durch: HAGA AG Naturbaustoffe


Kategorie Innenraumgestaltung
Bronze: Abdankungshalle, Doppleschwand

Die Neugestaltung überzeugt durch einen eigens entwickelten Kalkputz aus regionalen Materialien und eine hohe handwerkliche Präzision. Durch den bewussten Umgang mit dem Bestand gewinnt der Raum an Wärme, Tiefe und Würde, ohne seine Zurückhaltung zu verlieren.

Planung | Architektur: studio omni gmbh
Ausführung | Handwerk: Naturfarben Berger
Unterstützt durch: Kalkkunst


Publikumspreis
Apartmenthaus Mona, Andermatt

Das Projekt interpretiert die alpine Bautradition zeitgemäss und setzt auf langlebige, ortstypische Materialien. Putz und Farbe verorten den Bau klar im Kontext und verleihen ihm eine prägnante, identitätsstiftende Ausstrahlung.

Planung | Architektur: Baumberger Stegmeier Architektur AG
Ausführung | Handwerk: Halter & Colledani AG

Schweizer Preis für Putz und Farbe

 

Der Schweizer Preis für Putz und Farbe wird seit 2015 vom Schweizerischer Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV vergeben. Ziel des Preises ist es, qualitätsvolle Bau- und Raumprojekte auszuzeichnen, die einen differenzierten, nachhaltigen und materialgerechten Umgang mit Putz und Farbe zeigen.

 

Der Wettbewerb richtet sich an Teams aus Planung und Ausführung und fördert die Zusammenarbeit zwischen Architektur, Farbgestaltung und Handwerk. Prämiert werden realisierte Projekte in den Kategorien Fassadengestaltung mit Putz und Farbe und Innenraumgestaltung mit Putz und Farbe. Ergänzend wird ein Publikumspreis vergeben.

 

Bewertet werden unter anderem die Qualität des Farb- und Materialkonzepts, die handwerkliche Ausführung, der Innovationsgehalt, der Beitrag zur Nachhaltigkeit sowie die nachgewiesene Teamarbeit.

 

www.schweizer-preis-putzundfarbe.ch

 

Auslober: Schweizerischer Maler- und Gipserunternehmer-Verband SMGV
Preisgeldsponsor: KARL BUBENHOFER AG
Presenting Partner: Saint-Gobain Weber AG

 

Fachpartner: Schweizerischer Ingenieur- und Architektenverein SIA, HSLU Hochschule Luzern, Bund Schweizer FarbgestalterInnen in der Architektur BSFA, Haus der Farbe, Schweizer Stiftung Farbe, ZHAW Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften, FHNW Fachhochschule Nordwestschweiz, Bund Schweizer Architektinnen und Architekten BSA, Sponsorengruppe Maler & Gipser

 

Fachjury

Catherine Gay Menzel, Dipl. Architektin ETH SIA BSA, Jurypräsidentin

Prof. Annette Helle, Dipl. Architektin ETH SIA

Prof. Johannes Käferstein, Dipl. Architekt ETH BSA SIA

Prof. em. Annette Spiro

Hartmut Göhler, Dipl.-Ing. Architekt BSA SIA 

Pinar Gönül, Dipl.-Ing. Architektin TU BS SIA

Judit Solt, Dipl. Architektin ETH SIA / Chefredaktorin espazium magazin

Melanie Stocker, Dipl. Arch. USI SIA FAS

Stefanie Thomet, Dipl. Farbgestalterin HF, BSFA

Jörg Kradolfer, Technische Dienste Gipser des SMGV

Peter Seehafer, Technische Dienste Maler des SMGV

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