Hier wächst nichts

Buchbesprechung

Alles beginnt mit einer kargen Wiese, ausgestattet mit einem kaputten Kunststoff- und einem verwitterten Rattangartenstuhl. Kaum ein anderes Titelfoto könnte den Inhalt des Buchs besser versinnbildlichen, in dem die Autoren, beide versierte Gartengestalter, Anekdoten der Gartenmissgeschicke aus ihrem Alltag zum Besten geben. Sie erzählen von Menschen, deren Kinder Gärten hassen, aber mit einem «kleinen Beet» zum liebevollen Umgang mit der Natur erzogen werden sollen. Von Reisegruppen die «bei einer Wanderung in der Eifel von Sachalin-Knöterich [invasiver Neophyt, Anm. d. Red.] überwältigt wurden». Oder eben vom berühmt-berüchtigten Rasen, der genauso dicht und grasgrün wachsen soll wie auf den Golfplätzen an den US Open, aber auch nach dem tausendsten Ein­säen noch karg wie ein Hühnerhof darnie­derliegt. Neben der humorvollen Abrechnung mit den vermeint­li­chen Versprechen der Easy-Garde­ning-Ratgeber erschliessen sich der Leserin und dem Leser, wenn auch auf unterschwellige Art, einige Gärtnerweisheiten.

Angaben zur Publikation
Jörg Pfenningschmidt, Jonas Reif, Hier wächst nichts. Notizen aus unseren Gärten.
Ulmer, Stuttgart 2017. 192 Seiten, 180 farbige Abb., gebunden; 24,7 × 17,9 cm, ISBN 978-3-8186-0000-6, Fr. 28.90

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