Lu­i­gi Snoz­zi ge­stor­ben

Am 29. Dezember erlag der Tessiner Architekt Luigi Snozzi im Alter von 88 Jahren.

Publikationsdatum
29-12-2020

Am 29. Dezember verstarb der Tessiner Architekt Luigi Snozzi, ein Meister im doppelten Sinn: als Autor beeindruckender Werke, in denen sich die Prinzipien der Moderne mit einer besonderen Fähigkeit verbinden, das Territorium zu lesen und zu erforschen – und als Lehrer vieler Studierender, die seine Kurse an schweizerischen und ausländischen Universitäten und Hochschulen besuchten.

Die beiden Dimensionen – Design und Lehre – verschmolzen in seinem Werk dank der rigorosen Kohärenz, mit der sich seine Arbeit und sein Denken gegenseitig reflektierten, und brachten Projekte hervor, die für seine Vision beispielhaft waren.

Davon zeugen die städtebaulichen Arbeiten wie die Sanierung von Monte Carasso mit den verschiedenen Eingriffen, die über einen Zeitraum von etwa dreissig Jahren durchgeführt wurden, (vgl. «Bemühungen um eine Balance»), die Manifest-Projekte wie das für den Wiederaufbau von Braunschweig in Deutschland oder für das Deltametropol in Holland sowie die zahlreichen realisierten Bauten wie die ikonische Casa Kalman und die Casa Bianchetti und, in jüngerer Zeit, der Stabile amministrativo 3 in Bellinzona.

Luigi Snozzi wurde 1932 in Mendrisio geboren und starb an den Folgen des Coronavirus.

TEC21 hat Luigi Snozzi im Frühjahr 2020 eine Ausgabe gewidmet. Weitere Infos finden Sie hier.  


Weitere Artikel zu Luigi Snozzi:

Luigi Snozzi im Interview: «Ein Zentrum für einen Ort schaffen, der keine Mitte hatte»


Ein Spaziergang durch Monte Carasso in Begleitung von Luigi Snozzi: «Bemühungen um eine Balance»


Seinen Lehrveranstaltungen an der ETH Zürich und der EPF Lausanne stellte Luigi Snozzi rund 25 Aphorismen voran. Anhand einer Auswahl dieser pointierten Provokationen haben wir verschiedene Architektinnen und Architekten gefragt, wie Snozzis Überzeugungen ihr Denken beeinflusst: «È fondamentale!»

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