Lis­beth Sachs: Aus­tausch zwi­schen den Dis­zi­pli­nen

Lisbeth Sachs aus Baden (1914–2002) gilt neben Lux Guyer (1894–1955) als eine der wichtigsten Architekturpionierinnen der Schweiz. Eine umfassende Monografie ist 2020 im gta Verlag erschienen.

Publikationsdatum
17-06-2021

Ihr Vater Karl Sachs war Maschinenbau- und Elektroingenieur und hatte von 1931 bis 1956 einen Lehrauftrag an der ETH Zürich. Die Mutter Maria Sachs war gestalterisch interessiert und sozial engagiert. Sie brachte ihre Tochter auf die Idee, Architektur zu studieren. Im Herbstsemester 1934 schrieb sich Lisbeth Sachs an der ETH zum Architekturstudium bei Otto Rudolf Salvisberg ein. 1935 absolvierte sie ein erstes Maurerpraktikum in Baden, später folgte eines in einer Schreinerei in Schruns.

Prägend in ihrer Ausbildung waren der Austausch zwischen den Disziplinen und das Bewusstsein für konstruktive ­Zusammenhänge. 1938 leistete Sachs ihr zweites Praktikum im Büro von Alvar Aalto in Helsinki – für diese Anstellung verschob sie gar ihr Diplom. Nach erfolgreichem Studienabschluss im Januar 1939 nahm sie direkt den Wettbewerb für das Kurtheater Baden in Angriff, den sie im Herbst als 25-Jährige spektakulär gewann.

Mehr zu Lisbeth Sachs’ Vita und Œuvre bietet die umfassende Monografie «Lisbeth Sachs. Architektin Forscherin Publizistin» von Rahel Hartmann Schweizer. Sie ist 2020 im gta Verlag erschienen.

«Lisbeth Sachs. Architektin Forscherin Publizistin», Rahel Hartmann Schweizer, gta Verlag, Zürich 2020, 22.5 × 30 cm, 220 S., 192 Abbildungen, ISBN 978-3-85676-402-9, 69.– Fr.

Publikation bestellen unter order [at] staempfli.com. Für Porto und Verpackung werden 8.50 Fr. verrechnet.

>> Das Kurtheater Baden von Lisbeth Sachs ist eine Schweizer Architekturikone der 1950er-Jahre. Lesen Sie mehr: «Kur­thea­ter Ba­den: Neu ge­dacht und aus­ta­riert». <<

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