Hoch­per­ron der Arth-Ri­gi-Bahn wie­der­er­öff­net

120 Jahre nach seinem Bau ist die umfassende Restaurierung des Stahlbauwerks abgeschlossen worden. Technisch wurde kein Aufwand gescheut, doch ästhetisch ist die Neunutzung missglückt.

Publikationsdatum
14-08-2017
Revision
14-08-2017

Das Bewahren hat seinen Preis: Der Hochperron der Arth-Rigi-Bahn wurde 1897 für weniger als 200 000 Franken erstellt. Anfang Juli sind die Restaurationsarbeiten an diesem Stahlfachwerk abgeschlossen worden. 18 Millionen Franken wurden dafür in den letzten sieben Jahren ausgegeben.

Der äussere Originalzustand ist nun wiederhergestellt. Die Nutzung hat sich jedoch geändert: Fuhr das «Rigibähnli» zuvor direkt in den überdachten Hochperron ein, damit die Passagiere geschützt einsteigen konnten, so dient der Perron neu als Aufenthalts- und Warteraum. Das Befahren der filigranen Halle ist aus statischen Gründen untersagt. Allerdings wird die Durchsicht seit der Wiedereröffnung durch eine Kiste verstellt, in dem sich Billettschalter und Souvenirgeschäft befinden.

Auslöser für die Restaurierung war der Betrieb des Bahnhofs Goldau. Da der Hochperron die NEAT-Zufahrtstrecke aus Basel überspannt, musste der Lichtraum auf 4 m erhöht werden. Bereits 24 Jahre nach Ersteröffnung ist er um 40 cm angehoben worden; 1921 wurde die damalige Gotthardbahn elektrifiziert.
 

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