Ge­bäu­d­e­in­te­grier­te Pho­to­vol­ta­ik

Editorial TEC21 24/2015

Publikationsdatum
10-11-2017
Revision
15-11-2017

Wie es aussieht, wird Photovoltaik zu einem selbstverständlichen Bestandteil eines Gebäudes werden müssen. Und zwar nicht mehr nachträglich als technisches Gerät an die Hülle montiert, sondern als ­Bauteil integriert. Standards und Normen drängen zum vermehrten Einsatz ­erneuerbarer Energie im Gebäudepark. Photovoltaik ist eine praktikable Lösung. Aber wieso muss sie unbedingt ins Gebäude integriert werden? Weil ein weiteres Ziel Nachhaltigkeit heisst – Ackerflächen oder Naturschutzgebiete sollen für die Energieproduktion aussen vor ­bleiben.

An Gebäuden hingegen gibt es riesige noch ungenutzte Potenziale. Der verpflichtende Einsatz von PV auf Flachdächern wird (z. B. im Kanton Luzern) schon seit einigen Jahren diskutiert. Schrägdächer, Fassaden, Balkonbrüstungen und sogar Fenster sind weitere Flächen, die man nutzen könnte. Diese mit herkömmlichen 1.60 × 0.90 m grossen, dunkel­blau glänzenden Modulen zu belegen ist aus vielerlei Hinsicht fragwürdig: Kon­struk­tiv, funktional und ästhetisch sind sie oft ungeeignet. 

Hochschulen hinterfragen daher, welche Anforderungen an gebäudeintegrierte Photovoltaik ­gestellt werden müssen und wie sich überprüfen lässt, ob sie erfüllt sind. Die Hersteller bringen inzwischen laufend neue Produkte auf den Markt, die den hohen Ansprüchen gerecht werden. Durch diese aktuellen Entwicklungen sollte gute Solararchitektur künftig leichter umsetzbar sein.

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