Auf den Spu­ren der Bau­kul­tur

Woher kommt überhaupt die Baukultur? Eine Seminarreihe im Rahmen des NFP 81 ergründet die verschiedenen Wurzeln des Konzepts «Baukultur» in Europa. Erwartet werden Gastrednerinnen und Gastredner aus der Schweiz und verschiedenen Ländern Europas.

Data di pubblicazione
04-12-2025
Caspar Schärer
Architekt, Publizist und Raumplaner; Leiter Wissensaustausch beim NFP 81

Offiziell betrat die Baukultur Ende Januar 2018 die grosse Bühne. Am Rande des World Economic Forums in Davos proklamierten die europäischen Kulturministerinnen und -minister auf Einladung des damaligen Bundespräsidenten Alain Berset die «Davos Declaration».

Das nun laufende Nationale Forschungsprogramm «Baukultur» (NFP 81) verdankt seine Existenz dieser Deklaration. Und doch gibt es Baukultur natürlich schon viel länger – eigentlich seit sich der Mensch gestaltend mit seiner Umwelt auseinandersetzt.

Ganz so weit zurück geht die Seminarreihe «Baukultur: a European Genealogy» nicht, die im Rahmen des NFP 81 von November 2025 bis Januar 2026 in Lausanne und Winterthur stattfindet. 

Die Reihe dient dazu, einzelne Baukultur-Themen zu vertiefen und einen Beitrag zum Wissensaustausch zu leisten – für die 13 Forschungsteams, aber auch für eine breitere Öffentlichkeit. In den kommenden Jahren sind weitere Serien zu anderen Themen geplant.

In der ersten Seminarreihe werden die unterschiedlichen Wurzeln des Konzepts «Baukultur» in Europa ergründet. Vorgesehen sind fünf Sessions, in denen die zum Teil aufeinanderfolgenden, zum Teil parallelen Entwicklungsstränge untersucht werden, die zur heutigen Anerkennung der gemeinsamen Prinzipien und Werte der Baukultur führten. 

Drei Mitglieder der Leitungsgruppe des NFP 81 – Paola Viganò (Präsidentin und Professorin an der EPFL und der IUAV), Pierre Caye (Forschungsdirektor am CNRS Jean Pépin) sowie Andri Gerber (Professor an der ZHAW) – konzipierten diesen ersten Zyklus. 

Sie luden Gastrednerinnen und Gastredner aus der Schweiz und verschiedenen europäischen Ländern ein, um etwa in der Kritik an der Moderne der Nachkriegszeit Spurenelemente des zeitgenössischen Verständnisses von Baukultur ausfindig zu machen.

Die Reihe entstand in Zusammenarbeit mit dem Habitat Research Center (HRC) der École Polytechnique Fédérale de Lausanne (EPFL) und der Zürcher Hochschule für Angewandte Wissenschaften (ZHAW) in Winterthur. Entsprechend finden die Sessions in Lausanne und in Winterthur statt – und immer auch online in einem Live-Stream.


➔ Hier gehts zur Anmeldung zur Seminarreihe 

Das Nationale Forschungsprogramm «Baukultur» (NFP 81) des Schweizerischen Nationalfonds umfasst 13 Forschungsprojekte. 

 

Die Ausschreibung erfolgte 2023, die Auswahl der Projekte 2024 und seit Anfang 2025 läuft die Forschungsphase, die über einen Zeitraum von fünf Jahren bis 2030 erfolgt. 

 

Die Leitungsgruppe des NFP 81 setzt sich aus zehn Expertinnen und Experten aus dem In- und Ausland zusammen und wird von Prof. Paola Viganò von der EPFL präsidiert.

 

www.nfp81.ch

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