Scho­ko­la­den­ma­nu­fak­tur Max Fel­chlin

Editorial TEC21 47/2019

Date de publication
21-11-2019
Tina Cieslik
Redaktorin TEC21 / Architektur und Innenarchitektur

Zwei sehr unterschiedliche, starke Persönlichkeiten, die jahrzehntelang einen intensiven architektonischen Dialog führten, diesen als Basis ihrer gemeinsamen Entwurfsarbeit nutzten und ihre intellektuellen Prozesse dabei schonungslos ergründeten – das Duo Marcel Meili und Markus Peter gehörte zu den herausragenden Grössen der Schweizer Architekturszene. Die beiden bereicherten die hiesige Baukultur sowohl mit kraftvollen Bauten als auch mit ihrer treff­sicheren Reflexion gesellschaftlicher, städtebau­licher und architektonischer Themen. Der frühe Tod von Marcel Meili am 18. März 2019 war für viele ein Schock. Es fällt schwer, sich die Schweizer Architektur ohne ihn vorzustellen, so stark hat er sie geprägt – mit seinen Entwürfen und Bauten, mit seiner Tätigkeit als Forscher, Theoretiker und ETH-Professor, aber auch mit seinem kulturellen Engagement für Film und Fachpublizistik. Kurz vor dem Tod von Marcel Meili wurde bekannt, dass Markus Peter und er den Prix Meret Oppenheim 2019 erhielten.

In dieser Ausgabe von TEC21 blickt der Wiener Architekt Adolf Krischanitz auf die Arbeitsweise von Marcel Meili und Markus Peter zurück. Der Hauptteil des Hefts konzentriert sich indes auf das neueste Werk des Büros, die Schokoladenmanufaktur Max Felchlin im schwyzerischen Ibach. In den Rubriken wiederum präsentieren wir einen Kontrapunkt: Auch das Swatch-Gebäude von Shigeru Ban in Biel ist ein Firmensitz, und auch dieser Neubau weist eine einzigartige Holzkon­struktion auf – das Raumprogramm dagegen, das den Bedürfnissen eines internationalen Konzerns dient, könnte unterschiedlicher nicht sein.

Weitere Infos zu dieser Ausgabe finden sich hier.

Sur ce sujet