Um­bau­kul­tur aus öf­fent­li­cher Hand

Editorial Fassaden Nr. 4/2025

Publikationsdatum
18-12-2025

Umbauen, anbauen, aufbauen, sanieren, Bauteile wieder­verwenden – jede Form, den Bestand zu nutzen, anstatt ihn abzureissen und neu zu bauen, trägt dazu bei, den CO2-Ausstoss zu senken. In diesem Wissen und in ihrer Rolle als Vorbild agiert auch die öffentliche Hand als Bauherrschaft zunehmend bewusster. Die hier versammelten Beispiele dokumentieren deren umsichtiges Vorgehen. 

Die vielfältigen Ausgangslagen der Projekte führten zu unterschiedlichen Eingriffstiefen in den Bestand und prägen damit den Grad seiner äusseren Veränderung. Während die Planenden mit dem Gartenrestaurant Bachgraben in Basel einen originalgetreuen Zustand suchten, stellen die Verwaltungsbauten in Zürich einen neuen Ausdruck im historischen Kontext her. Das Schulzentrum in Chur wiederum verwendet den Bestand lediglich als Kern, den eine zusätzliche Gebäudeschicht ummantelt. Alle Projekte zeichnet ein selbstverständlicher Umgang mit dem Bestand aus, der sich in den letzten Jahren zunehmend etabliert. Überdies bildet die Fülle an Fassadenvarianten ab, dass der Erhalt von Bestand auch aus gestalterischer Sicht attraktiv ist.

Dieser Artikel ist erschienen in «Fassaden: Umbaukultur aus öffentlicher Hand».
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