A wie Anstiften

Buchbesprechung

«Zeichnen Sie mal einen Hut!» So begann das Architekturstudium für die Klasse bei Annette Spiro und Friederike Kluge vor zehn Jahren an der ETH. Den Skizzen folgten Modelle, den Modellen Bauanleitungen, und so tasteten sich die Studierenden langsam in Richtung Dächer vor. In sechs Kapiteln, die den verschiedenen Aspekten der Lehre im ersten Studienjahr entsprechen, ist die Heranführung an den Beruf nachvollziehbar. Im Mittelpunkt steht die praktische Auseinandersetzung, die Berührung mit der Materie, wie zahlreiche Abbildungen illustrieren.

Dazu bildet der Teil mit drei exemp­larischen Vorlesungen ein Gegengewicht. Mit inspirierenden Bei­spielen und der darin verpackten Aufforderung zum eigenständigen Denken betont Annette Spiro die künstlerische Seite des Berufs und öffnet den Raum. Dass diese Methode Spuren hinterlässt, bezeugen die kleinen Texte einzelner Studierender, die von ihren Erfahrungen während dieser Zeit berichten: «Nach etwa zwei Monaten Studium bin ich durch die Strassen meiner Heimatstadt Luzern gelaufen und habe gemerkt, dass etwas anders ist.»

 

Angaben zur Publikation

Annette Spiro, Friederike Kluge (Hrsg.): A wie Anstiften. gta Verlag, Zürich 2018. 364 Seiten, 1098 farbige Abb., 21 × 28 cm, Broschur, ISBN 978-3-85676-382-4, 64.– Fr. (auch in engl. Sprache erhältlich)

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