16. Architekturbiennale: Königreich Bahrain

Die spannendsten Länderpavillons der diesjährigen Architekturbiennale Venedig stellen wir in kurzen Beiträgen und in loser Folge vor.

Danielle Fischer Architektur, Redaktorin TEC21

«Friday Sermon» ist eine akustisch unterlegte Rauminstallation in Form eines schemenhaft abgesteckten Gebetsraums. Sie erforscht das Zusammenspiel von Oratorium, Ton und Raum beim Freitagsgebet. Dieses geht auf vorislamische Rituale zurück, aus deren Tradition unter anderem auch einige der schönsten Beiträge zur arabischen Literatur hervorgegangen sind. Vor und nach dem Gebet treffen sich die Gläubigen, um politische und soziale Fragen zu diskutieren. Eine Moschee ist überall auf der Welt – entgegen dem Bild, das Nichtmuslime davon haben – auch ein Versammlungsraum. Auf der Aussenseite des Gebetsraums an der Biennale wird auf weiterführende Themen eingegangen. Zum Beispiel auf die akustische Problematik in islamischen Städten – es gibt immer mehr Moscheen, die sich in ihren Gebetsrufen mittels Lautsprechern übertrumpfen und so einen Störfaktor für die Quartiere darstellen. Es braucht viel Feingefühl, um zu intervenieren und Änderungen herbeizuführen. 

Auftraggeber: Sh Mai Al Khalifa (Bahrain Authority for Culture & Antiquities)
Kurator: Nora Akawi, Noura Al Sayeh 
Ort: Arsenale

 

Weitere Artikel zur 16. Architekturbiennale Venedig finden Sie hier.

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