Pri­mar­schu­lhaus in Wein­fel­den (TG)

Bauten in Kürze

Data di pubblicazione
08-10-2025

Für das Schulhaus Martin Haffter wurde weitgehend einheimisches Nadelholz aus dem gemeindeeigenen und den umliegenden Wäldern verwendet und von lokalen Sägereien und Zimmereien verarbeitet. Nebst den kurzen Transportwegen ist dieser Beitrag an die Nachhaltigkeit für die Schule und für die Stadt Weinfelden ein wichtiger Identitätsfaktor. Der dreigeschossige Holzbau steht auf dem bestehenden, unterirdischen Notspital, das ein ideales Grundraster für Schulbauten aufweist. Der durchgängige Aussenraum von Ost nach West bleibt so erhalten.

Dieser Artikel ist erschienen im Sonderheft «Stadt aus Holz – Gesundheitsbauten und Kreislaufwirtschaft». Weitere Artikel zum Thema Holzbau finden Sie in unserem digitalen Dossier.

Der Saal bildet das Herzstück im Zentrum des Gebäudes. Im offenen Zustand dient er der sozialen Interaktion. Die beiden Lichthöfe führen Tageslicht bis ins Erdgeschoss und gewähren unterschiedliche Sichtbeziehungen über alle Geschosse hinweg. Damit haben die Kinder immer den Überblick über das ganze Gebäude. In den Obergeschossen sind die Unterrichtsräume entlang der Fassade angeordnet. Die Zimmer sind untereinander verschieden schaltbar und bieten so eine flexible Nutzung für den modernen Unterricht. Die oberhalb des Saals liegende Bibliothek verbindet die beiden je von einem Treppenhaus erschlossenen Gebäudeteile.

Durch seine Kubatur und seine Fassade ist der Neubau in seiner städtebaulich sehr heterogenen Umgebung klar als öffent­licher Bau erkennbar. Innen wie aussen prägt das Material Holz die Erscheinung. Das Fügen und Schichten strukturiert die Fassade. Die Haptik des Holzes schafft darüber hinaus eine warme und angenehme Lernumgebung.

AM BAU BETEILIGTE

 

Bauherrschaft: Primarschulgemeinde Weinfelden

Architektur: Isler Gysel Architekten, Zürich

Totalunternehmung: Implenia Schweiz, Frauenfeld

Statik Holzbau, Bauphysik, Akustik und Brandschutz: Pirmin Jung, Sargans

Bauingenieur: Rolf Soller, Kreuzlingen

Landschaft: WMG Gartenarchitektur, Kreuzlingen

Holzbau Ausführung: Bornhauser Holzbau, Weinfelden; Wiesli Holzbau, Weinfelden; Kaufmann Oberholzer, Schönenberg an der Thur

Koordination Holzbeschaffung: ThurHolz, Buhwil

Schreinerarbeiten: Schreinerei Fehlmann, Müllheim; Kasper, Weinfelden

 

GEBÄUDE, KONSTRUKTION UND HOLZ

 

Konstruktion: Holz-Beton-Verbunddecken

Holzart: Fichte/Tanne

Holzmenge: 900 m3 (inkl. Gartenhaus/ Velounterstand, exkl. CLT HBV)

Anzahl Holzelemente: 450 Stk. 

Fassade: 78 m3

 

DATEN UND KOSTEN

 

Bauzeit: April 2020 bis August 2021

Produktion Module: 3 Monate

Baukosten (BKP 1–9): 23.1 Mio CHF

Montagebau in Holz (BKP 214): 4.2 Mio CHF

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