Harte Schale, wei­cher Kern

Editorial TEC21 23/2025

Date de publication
19-11-2025

Ein Grossteil der Sichtbacksteinbauten in der Stadt Zürich entstand um das Ende des 19. Jahrhunderts: Die maschinelle Fertigung des Mauerwerkziegels mittels Strangpress­verfahren und der Bauboom der Gründerzeit machten den Backstein zum stadtbildprägenden Baumaterial. Viele der Bauten sind immer noch gut erhalten, nicht zuletzt, weil die grösste Stadt der Schweiz von den Bombardierungen im Zweiten Weltkrieg weitgehend verschont blieb.1

Weitere Beiträge zu Backsteinbauten finden Sie in unserem digitalen Dossier.

Diese Bauten sind in diesem Heft die Protagonisten. Die beiden vorgestellten Umbauprojekte haben viele Gemeinsamkeiten – beide befinden sich in Zürich, widmen sich der Renovation des historischen Bestands und erweitern das Raum­angebot mittels Aufstockungen.

Die Konstruktion der neuen Gebäudeteile besteht bei beiden aus Holz und die äusserste Schicht aus Backstein wurde direkt auf die bestehende Aussenhülle aufgemauert. Anscheinend sprechen also gute Gründe für diese Konstruktionsweise. Nur – darf man denn Backsteine wie eine Atrappe vor einen Leichtbau stellen? Unsere Autorin geht dieser Frage im Artikel über die Rote Fabrik auf den Grund.

Beim Umbau der alten Maschinenfabrik an der Hafnerstrasse wollte die Bauherrschaft das Dachgeschoss eigentlich nur sanieren – wieso sie schlussendlich doch ein Vollgeschoss aufstockte, erfahren Sie im zweiten Artikel.

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Anmerkungen

1 Wilko Potgeter und Stefan M. Holzer, Backsteinstadt Zürich. Der Sichtbackstein-Boom zwischen 1883 und 1914, Zürich: Park Books 2020, S. 8.

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