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50 Jahre Institut für Geschichte und Theorie der Architektur, ETH Zürich

Das gta – Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der ETH Zürich feiert den 50. Geburtstag. Den Jubiläumsauftakt bildeten zwei Tage mit Konferenzen, einer Ausstellungseröffnung, Debatten und Gesprächsrunden.

Franziska Quandt Redaktorin TEC21

Seit seiner Gründung im Jahr 1967 widmet sich das gta – Institut für Geschichte und Theorie der Architektur der Aufarbeitung und Dokumentation der Architektur und seiner Geschichte. Das Wirken dieser Institution verbindet Ausbildungsstätte und Forschungseinrichtung; als Verlag, Ausstellungsort und Archiv ist das gta weit über das Fachpublikum hinaus bekannt und setzt sich dabei das Ziel, die Architektur in ihrer historischen Tiefe und ideologischen Breite zu erfassen und zu reflektieren.

Als Ergänzung zum architektonischen Tagesgeschäft haben die gta-Exponenten inzwischen einen Denkraum zwischen Kunst, Architektur und Städtebau geschaffen, in dem die Baukultur auch für Gesellschaft und Politik zugänglich vermittelt wird. Das 50-jährige Jubiläum nutzte das gta, an zwei Tagen mit Prominenz auf dem ETH-Campus Hönggerberg zurückzublicken und vorauszuschauen. An der Tagung «Founding Myths» am 28. September und am Round Table «Perspectives» am 29. September sind architekturtheoretische Fragen und Debatten aufgegriffen worden.

Einer der grössten Schätze des gta steht im Zentrum der ebenfalls eröffneten Jubiläumsausstellung «Phantom Theorie». Mit Beispielen aus dem fast unerschöpflichen Fundus des gta-Archivs werden die vielfältigen Themen gezeigt, die das Institut im vergangenen, halben Jahrhundert beschäftigt und die Architekturtheorie beeinflusst haben. Neben dem kompletten Nachlass Gottfried Sempers, auf den das gta besonders stolz ist, können viele weitere Besonderheiten in der Ausstellung bis Ende Jahr entdeckt werden. So zum Beispiel die Auseinandersetzung des ehemaligen ETH-Architekturprofessors Bernhard Hösli mit räumlichen Charakteristika der «Transparenz».

Parallel zur Jubiläumsausstellung finden bis zum 20. Dezember am gta weitere Debatten  und Anlässe statt; das Programm ist online abrufbar.

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