Frau­en in der Ar­chi­tek­tur

Warum erhalten Architektinnen nicht die Anerkennung, die ihr Werk verdient? Die neue Publika­tion «Frauen in der Architektur» ist ein Manifest für die grossartigen Leistungen von Frauen in der Ar­chitektur.

Publikationsdatum
09-07-2021
Tina Cieslik
Redaktorin TEC21 / Architektur und Innenarchitektur

36 international tätige Architektinnen kommen mit einem eigenen Projekt zu Wort. Dieses vielfältige Panorama wird ergänzt von Essays zu Pionierinnen in der Architektur und Analysen, die der strukturellen Diskriminierung von Architektinnen auf den Grund gehen.

Das wird schon beim ikonischen Foto von Denise Scott Brown auf dem Cover klar: 1991 bekam ihr Ehemann und langjähriger Büropartner Robert Venturi den Pritzker-Preis verliehen. Denise Scott Brown erhielt: nichts. Die Episode zeigt beispielhaft, wie die Leistungen von Architektinnen jahrzehntelang ignoriert wurden. Was sich auch auf den Nachwuchs auswirkt, denn Vorbilder spielen eine wichtige Rolle bei der Berufswahl und auch beim eigenen Berufsverständnis.

Mit den 36 Architektinnenporträts, darunter auch einigen aus der Schweiz, sowie einem Rückblick auf Leben und Werk der ersten Architektinnen gibt die Publikation hier Gegensteuer. Erfolgreich, wie es scheint: Die erste Auflage war innerhalb kurzer Zeit vergriffen.

Ursula Schwitalla (Hg.): Frauen in der Architektur. Rückblicke Positionen Ausblicke. Hatje Cantz Verlag, Stuttgart 2021, 216 Seiten, 330 Abbildungen, 24 × 30 cm, ­Hardcover, ISBN 978-3-7757-4868-1, 65.– Fr.

 

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