Bauen mit Holz – adap­tiv, hy­brid, zu­kunf­tswei­send

Der Holzbautag gab am 10. September 2026 einen Einblick in aktuelle Entwicklungen und setzte Impulse. Rund 270 Teilnehmende aus Architektur, Planung und Holzbau nutzten den Anlass der Berner Fachhochschule (BFH) im Kongresshaus Biel für den fachlichen Austausch und die Vernetzung.

Data di pubblicazione
23-09-2026

«Die Bereiche Architektur, Holz und Bau wachsen immer mehr zusammen», begrüsste Peter Staub, Direktor des Departements Architektur, Holz und Bau der BFH, die Teilnehmenden. Durch die Tagung führten die BFH-Professoren Cornelius Oesterlee und Stanislas Zimmermann.

Zum Einstieg stand das temporäre Holzhotel «Momentum» auf der Lauchernalp im Fokus, das nach dem Bergsturz bei Blatten in nur 105 Arbeitstagen entstand, um den Hoteliers die betriebliche Zukunft zu sichern – verbaut wurden 338 m² Holz, davon 80 % Schweizer Holz. Es folgte die Klinik Arlesheim H4H, ein Beispiel «heilender Architektur», das Innen und Aussen durch einen Lichthof verbindet. Beim Wohnhaus Wächselacher in Stans erläuterten die Planenden, wie Massivholz, Lehmputz und Holz-Beton-Verbunddecken eine Symbiose eingehen, wobei Holz minderer Qualität sinnvoll im Wandkern verbaut wurde. Beim Quartierhaus Plaines-du-Loup in Lausanne dominieren Lehm und Holz als klimaschonende Baustoffe.

Im zweiten Block standen Bildungsbauten im Zentrum: die Volksschule Weissenbühl in Bern mit flexiblem Raster und Holz-Beton-Hybrid-Tragwerk, die nach «Design to Cost» und BIM geplante Kantonsschule Wattwil mit rund 3623 m³ verbautem Holz sowie der neue BFH-Campus Biel mit 65000 m² Geschossfläche, bei dem Ingenieur Wolfram Kübler auf Adaptivität und Holzreduktion setzt – am Tagungsabend fand dort das Richtfest statt.

Sandra Burlet, Direktorin der Lignum Holzwirtschaft Schweiz, leitete zum Nachmittag über, der in zwei parallelen Kurzvortragsreihen Themen wie Aufstockungen, Anbauten und aktuelle Holzbauforschung behandelte – unter anderem das HIL Townhouse Basel, die Aufstockung Loogarten in Esslingen sowie neue Erkenntnisse zu Holzrahmenwänden und Erdbebensicherheit.

Den Abschluss bildete der Blick nach Skandinavien: Das klimapositive Projekt ETC Hyllie in Malmö gilt mit strohgedämmter Fassade und Massivholztragwerk als internationales Leuchtturmprojekt. Architektin Maria Orvesten berichtete zudem vom Sara Cultural Centre in Skellefteå und der Stockholm Wood City. Der Holzbautag Biel endete mit einem Netzwerk-Apéro mit 41 ausstellenden Unternehmen.

Dieser Text ist eine von der Redaktion überarbeitete Zusammenfassung mit KI. Der Originaltext wurde von Dorothee Bauland und Sue Lüthi geschrieben.

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