sia aargau preis 2017 geht an die Gruppe Bibergeil

Der sia aargau preis würdigt in periodischen Abständen das professionelle und interdisziplinäre Schaffen der Mitglieder des Vereins und ist grundsätzlich ideeller Natur. Er wird für die Planung und Realisierung herausragender Werke in den Bereichen Bau, Technik und Umwelt oder für hervorragende wissenschaftliche Arbeiten verliehen. Zudem will er die gesellschaftliche Bedeutung von Leistungen in der Öffentlichkeit breiter bekannt machen.

Gewinnerin des diesjährigen Preises ist die Gruppe Bibergeil. Aus eigener Initiative hat die Gruppe Bibergeil, mit ihrer Arbeit den Aargau städtebaulich und politisch neu geformt.

In ihrem Projekt «Argovies - Identität des Dazwischen» fordert die Gruppe «Selektives Wachstum». Die einzelne Gemeinde darf nicht mehr nach eigenem Gusto Bauzonen bestimmen und überbauen lassen. Spezifisches Wachsen und Schrumpfen dienen dazu, den Siedlungsflächen und dem Kulturland eine bewusste Gestalt zu verleihen.

Die Gruppe fordert ein wirtschaftliches Modell, bei dem die Städte an der Aare enger mit der Landwirtschaft in den Südtälern verknüpft werden. Sie nennt dieses Modell «Hero-Prinzip», nach dem bis heute in Lenzburg ansässigen Nahrungsmittelkonzern. Stadt und Land stehen in einer gegenseitigen Abhängigkeit. Die Stadt braucht das Land zu ihrer Versorgung und zur Naherholung, das Land die Stadt als Kunde der landwirtschaftlichen Produkte.

Mitglieder der Gruppe Bibergeil

Andreas Graf, Martin Leder, Peggy Liechti, Rolf Meier, Beat Schneider, Thomas Schneider,
Lukas Schweingruber (in der Startphase bis 2016), Rainer Zulauf, Lukas Zumsteg

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