In­nen­räu­me: Sa­me sa­me but dif­fe­rent

Editorial

Publikationsdatum
19-05-2017
Revision
19-05-2017
Tina Cieslik
Redaktorin TEC21 / Architektur und Innenarchitektur

Oft sind es die radikalen Umnutzungen von Gebäuden, die für Schlagzeilen sorgen. Während sie häufig massive Massnahmen bei Tragkonstruktion oder Gebäudetechnik verlangen, erfordern Umbauten, deren Nutzungen beibehalten werden, eher ein genaues Hinsehen, das Hinterfragen des Bestehenden und manchmal auch auf eine mutige Neuinterpretation. 

Letzteres trifft auf den Umbau und die Erweiterung des Hauptsitzes der Zürcher Kantonalbank an der Bahnhofstrasse zu, 1971 nach Plänen von Ernst Schindler realisiert. 

Die Architekten jessenvollenweider arbeiteten von 2008 bis 2015 an dem Projekt, das Ergebnis ist von überaus feinfühliger Eleganz. Mehr noch, es zeigt nicht nur, wie eine Bank heute aussehen und funktionieren kann, sondern schafft in einem exklusiven Umfeld eine neue Form von städtischem Raum für alle.

Keinen Geld-, sondern einen Bildungspalast schuf der Basler Kantonsbaumeister Heinrich Reese Ende des 19. Jahrhunderts im Nordbasler Quartier St. Johann. Seine Überzeugung, eine qualitätvolle Lernumgebung fördere das Bewusstsein für Bildung, forme mündige Bürger und komme so letztendlich der Gemeinschaft zugute, mag nicht bewiesen sein. Sicher aber ist, dass die 2015 bis 2016 von MET Architects instandgesetzte Primarschule St. Johann dank Grosszügigkeit, Logik und robuster Konstruktion auch heute bestehen kann. Wie das funktioniert? Wir laden ein, hinzusehen und zu entdecken – ein genauer Blick lohnt sich. 

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