Zaubern gegen die Krise
Foundation Award 2026
Nominierung Kategorie «Innovation»
Angesichts der schwierigen politischen Weltlage und der vielen anderen Krisen sind Kunstschaffende, die den Horizont erweitern und neue Möglichkeiten erahnen lassen, wichtiger denn je.
Mit viel Gespür für den Raum installiert xenia ephemere Strukturen auf stillgelegten Industriegeländen und sowjetischen Denkmälern. Die zum Teil begehbaren Objekte tropfen, wabern und wehen im Wind. Mal erinnern sie an Quallen, mal an durchsichtige Leuchttürme, aber immer haftet ihnen der Geist der Vergänglichkeit und Zerbrechlichkeit an.
Ihre Eingriffe sind situativ, minimalistisch und temporär; dabei nutzen sie die Zeit als Mittel, um überlieferte Narrative von Fortschritt, Eigentum und Kontrolle zu hinterfragen. Im Zentrum ihrer Methodik steht der Einsatz von Abläufen und Protokollen als Gestaltungswerkzeuge.
In ihrer Arbeit setzen xenia Architektur als Katalysator für Begegnung, Reflexion und Wechselwirkung an Transformationsorten ein. Und sie erforschen das Potenzial der Architektur zur Gemeinschaftsbildung, wobei der Schwerpunkt auf Projekten im öffentlichen Raum, landschaftlichen Interventionen und pädagogischen Experimenten in internationalen Kontexten liegt.
Auf poetische Weise setzt xenia minimale Mittel ein, um verlassene Orte wiederzubeleben.
Es bleibt offen, wohin das führt, aber es aktiviert und berührt, Chapeau!
www.xenia.ac