Ach­tung Na­tur­ge­fahr!

Publikationsdatum
23-07-2013
Revision
25-08-2015

Es sind nur wenige Wochen vergangen, seit in vielen Regionen akute Hochwassergefahr bestand, Erdrutsche Siedlungen und Verkehrswege gefährdeten und vereinzelt auch Zweifel an den Massnahmen für Schutz und Sicherheit vor Naturgefahren aufkamen. Es ist auch nicht sicher, dass die sommerliche Trockenheit anhält und nicht bald wieder Pelerine und Gummistiefel die Garderobe bestimmen. 

Deshalb sind Naturgefahren auch mitten im Sommer ein Thema. Gerade bei wärmeren Temperaturen können neue Risiken auftreten, beispielweise in Zusammenhang mit dem Schmelzen des Permafrosts oder dem Ausbruch von Gletscherseen. Zudem haben sich viele historisch gewachsene Schutz- und Abwehrmassnahmen im Licht neuerer Ereignisse und Erkenntnisse als ungenügend erwiesen. Der Umgang mit Naturgefahren hat deshalb in den letzten Jahren einen Paradigmenwechsel vollzogen: Weg von der reinen Gefahrenabwehr, hin zu einer kontrollierten Risikokultur. 

In der nächsten Ausgabe greift TEC21 einige Aspekte der zeitgemässen Risikokultur heraus, von der Erforschung der Grundlagen und der Warnung vor Gefahren bis zur materiellen Bewertung von Risiken.