Politische Präsenz zeigen

Nachwuchsförderung, zeitgemässe Aus- und Fortbildung sowie gesellschaftliche Anerkennung der Ingenieursarbeit standen im Fokus der Diskussion auf dem Ingenieur-Tag des europäischen Dachverbands der Ingenieure FEANI. Das Treffen fand am 5. und 6. Oktober 2017 in Wien statt. Die wesentlichen Er­gebnisse der Konferenz lassen sich wie folgt zusammenfassen:

  • Die Erstausbildungen veralten heutzutage schnell; es braucht im Ingenieurwesen daher kontinuierliche Weiterbildung. Vor dem Hintergrund des raschen technologischen Wandels ist das lebenslange Lernen ein Muss – in Fortbildungen wie auch in der Berufspraxis.
  • Die vierte industrielle Revolution wird die Art, Geschäfte zu machen, tiefgreifend verändern. Sie läuft auf eine zunehmende Automatisierung hinaus und damit verbunden auf neue Businessmodelle und Berufsbilder.
  • Ingenieurinnen und Ingenieure benötigen eine klar wahrnehmbare Stimme in der Gesellschaft für die Lösung der Herausforderungen in Sachen Klimaveränderung, Naturgefahren, Mobilität und Energie.
  • Ein zentrales Problem bleibt, dass der Ingenieurbereich nicht genug Fachleute in die Praxis bringt. Als vielversprechend scheint es, verstärkt geeignet ausgebildete Flüchtlinge und Migranten zu integrieren. Zudem gilt es, Frauen für technische Ausbildungen zu gewinnen – insbesondere, indem Mädchen schon früh für diese begeistert werden.

Aus den genannten Gründen will sich die FEANI mehr Ingenieure in die Politik entsenden – im Sinn der These: Das Beiziehen von Ingenieurinnen und Ingenieuren führt zu besseren politischen Entscheiden.

In voller Länge finden Sie den Konferenzbericht auf www.sia.ch/ feani2017

 

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