16. Architekturbiennale Venedig: Griechenland

Die spannendsten Länderpavillons der diesjährigen Architekturbiennale stellen wir in kurzen Beiträgen und in loser Folge vor.

Hella Schindel Architektur, Redaktorin TEC21

In aller Schlichtheit scheinen die weissen Modelle im griechischen Pavillon über einer Anlage von Treppenläufen zu schweben. Sie zeigen Visionen von Schulen, die dem heutigen Lernen entsprechen. Es geht um eine bauliche Idee von öffentlichen Zwischenräumen wie Treppen, Wartestationen, Cafés, ganz in der Tradition von Platons erster Akademie. Sie lag in einem Olivenhain vor den Toren Athens, in dem er während seiner Reden umherspazierte. Genau so informell sieht die gegenwärtige Lernumgebung vieler Menschen aus. Der Austausch und die ungeplante Kommunikation finden häufig im Transit zwischen zwei Orten statt. Formate von Unterricht und Schule müssen also in solchen Umgebungen angesiedelt werden, um die Menschen möglichst unkompliziert zu erreichen. Die Idee von «Freespace» mit Blick in die nationale Geschichte und in eine Zukunft, die in den unterschiedlichsten Ländern funktionieren könnte, kommt in dieser Ausstellung bestens zum Ausdruck. 

Auftraggeber: Eirini Klampatsea, Ministery of Environment and Energy, Secretary General of Spatial Planning and Urban Environment
Kuratoren: Xristina Argyros, Ryan Neiheiser
Ort: Giardini

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