Ös­ter­rei­chi­scher Pa­villon an der Ar­chi­tek­tur­bien­nale

«reports from a city without architecture»

Date de publication
31-08-2012
Revision
25-08-2015

Die Türen zum Eingang des österreichischen Pavillon sind verschlossen. Man muss um das Gebäude herum in den Hof gehen, um in die Installation, die Arno Ritter gemeinsam mit dem Architekten Wolfgang Tschapeller und den Künstlern Rens Veltman und Martin Perktold realisiert hat, eintauchen zu können.
Und Eintauchen muss man, um die grossformatige Videoinstallation im abgedunkelten Pavillon auf sich wirken zu lassen: In den zwei grossen Räumen bewegen sich an die Wand projizierte animierte Figuren, an den rückwärtigen Wänden angebrachte Spiegelflächen vervielfältigen deren Bewegungsabläufe – der Besucher steht mitten in diesem Spiel. Mehr noch, er ist Teil davon, seine Bewegungen sind es, die den Ablauf der Animation bedingen. Man erfährt das alles beim Verlassen des Pavillons, vor dem Ausgang erklärt eine Infografik die Zusammenhänge, die sich nicht offensichtlich erschliessen.

Es sind Fragen nach dem Verhältnis von menschlichen Körpern und den für sie geschaffenen architektonischen Räumen und wie sich diese zukünftig gestalten werden, die das Team um Arno Ritter umtreibt. Das ist nicht neu, und dass dabei die Möglichkeiten neuer Kommunikationsformen eine Rolle spielen können, ist unbestritten. Ob sie die Architektur, wie wir sie heute definieren, grundlegend verändern werden, wie es die Kuratoren mit dem Titel der Ausstellung suggerieren, bleibt abzuwarten.

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