Erkenntnisse einer Reise

Achtzehn Sektionen hat er zu seinem Amtsantritt besucht. An der ­Konferenz der Sektionen und Berufsgruppen zieht ­Geschäftsführer ­Joris Van Wezemael Bilanz der «Tour de Suisse». Zwar liege die ­Zusammenarbeit mit den Sektionen oft im Argen, optimistisch stimme aber das Potenzial.

Mike Siering Leiter Kommunikation SIA

Rahel Uster Redaktorin im Team Kommunikation des SIA

Die Musik spielt in den Sek­tionen – so fasst Joris Van Wezemael seine «Tour de Suisse» an der Konferenz der Sek­tionen und Berufsgruppen zusammen. In 18 Sektionen ist er in den ver­gangenen Wochen zu Gast gewesen, ein Besuch steht noch aus. Die Sektionen verliehen dem SIA Farbe und Vielfalt, so Van Wezemael, und sie bewegten viel. Regionale Ini­tiativen wie Schulprojekte oder Marktbe­obachtungen könnten, in einer Sektion entwickelt und durchgeführt, auch von anderen übernommen ­werden. So könne man wirklich voneinander profitieren.  

Zusammenarbeit stärken

Bei der Abstimmung untereinander und in der Kommunikation zwischen dem SIA und seinen Sektionen liege allerdings auch einiges im Argen. Das höre man unisono. Dabei würde der SIA ja gerade dann schlagkräftig wirken, wenn sich alle – unter Berücksichtigung re­gio­naler Besonderheiten – mit den­sel­ben Fragestellungen beschäftigten. Eine engere strategische und arbeitsteilige Zusammenarbeit sei daher unbedingt vonnöten. Allerdings funktioniere auch nicht jedes Projekt oder jede Initiative in allen Sektionen gleich gut, wie die «SIA-Tage» zeigten.

Ein Kraftfeld muss entstehen

Was es dringend brauche – da seien sich alle Sektionen einig – seien Austauschplattformen, die Transparenz schaffen. Der SIA müsse wieder zum Beziehungsnetzwerk werden, nicht ausschliesslich, aber auch mithilfe IT-basierter Systeme. Alles sei da, stellt Van Wezemael fest: Ideen, Fachwissen, Engagement. Nun müsse lediglich geordnet und vernetzt werden. Die Geschäftsstelle müsse die Sektionen dabei zukünftig besser unterstützen. Ihre Hauptaufgabe sei dabei die Koordination.

«Wir sind derzeit wie eine Wolke aus Eisenspänen auf einem leeren Blatt. Legt man einen Stabmagneten hinein, fällt kein Span weg, keiner kommt hinzu. Aber die Wolke hat eine kraftvolle Form gebildet, ein Kraftfeld ist entstanden. Für den SIA heisst das: Es ist alles vorhanden – wir müssen uns aber ordnen, abstimmen, kommunizieren. Dann kommt niemand an uns vorbei.»

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