Ter­ri­to­ria­le To­po­lo­gie

Die zweite Ausgabe von «Bâtisseurs Suisses – Schweizer Konstrukteure» ist dem Genfer Büro ar-ter gewidmet. 

Publikationsdatum
19-01-2018
Revision
22-01-2018

«Die Kommunikationsmittel sollten die konkrete Erfahrung von Zeit und Ort nicht verhindern; nun ist es aber so, dass Allgegenwart und Gleichzeitigkeit die Schlagworte (oder Geisseln?) der Gegenwart sind. Beziehung und Austausch haben keinen Platz mehr. [...] Diese Fragen beschäftigen den Architekten, denn seine Aufgabe ist es, die Bedingungen des öffentlichen Raums zu definieren. Er ist auch derjenige, der die Orte des Übergangs und der Schwellen gestaltet.»

Diese Worte des Anthropologen Marc Augé, festgehalten 2013 an einer Konferenz an der Architekturschule von Marseille, finden im Werk des Genfer Ateliers ar-ter besonders vernehmlichen Widerhall. Den roten Faden in seinem Œuvre bilden die Schwellen und Übergangsräume, die die Stadt durchlässiger machen, ohne sie zu vereinheitlichen.

Für jedes seiner Projekte scheint das Genfer Büro eine territoriale Topologie zu entwerfen, mit der es gängige Hierarchien sprengt – um vernachlässigten Orten und Rändern ebenso viel Bedeutung zu geben wie attraktiven Zentren.

Die monografische Reihe «Bâtisseurs Suisses – Schweizer Konstrukteure» erscheint zweimal pro Jahr. Sie vermittelt einen Überblick über die besten Architektur- und Ingenieurbüros in der Schweiz. Die Redaktionen wählen die vorgestellten Büros aus, wobei die Kohärenz und die Qualität ihrer Arbeit das entscheidende Kriterium ist.

ar-ter, atelier d’architecture-territoire


Bâtisseurs suisses – Schweizer Konstrukteure Nr. 2
espazium – Der Verlag für Baukultur, Zürich 2017
Französisch/Deutsch; 19.90 Fr.



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