Sehn­sucht nach Ge­mein­schaft

ARCHI 4/2019

Publikationsdatum
22-08-2019

In einem Aufsatz identifiziert der Soziologe Zygmunt Bauman die «Sehnsucht nach Gemeinschaft» als einen neuen Trend im Prozess der Globalisierung, der auf einem Grundbedürfnis des spätmodernen Individuums basiert. Das Wachstum der älteren Bevölkerung ist eine der bedeutendsten soziodemografischen Veränderungen in der westlichen Welt und birgt eine Reihe von Herausforderungen.

In den vergangenen 20 Jahren hat sich aus dem Wunsch der Senioren, möglichst lang in den eigenen vier Wänden wohnen zu bleiben, ein ganzheitlicher Ansatz herausgebildet. Das Zuhause wird als Erweiterung eines effizienten und solidarischen lokalen Netzwerks betrachtet, das sowohl professionell als auch privat sein kann und in der Lage ist, die täglichen Bedürfnisse abzudecken.

Es gilt, Lösungen anzustreben, die Isolation und Marginalisierung vermeiden und aktives Altern fördern. Die Architektur kann dazu beitragen, diese Ziele zu verwirklichen, indem sich die entsprechenden Bauten in eine dörfliche Struktur oder den Kontext des Quartiers einfügen. Diese Raumkonfigurationen fördern die Lebensqualität, die Nachhaltigkeit und bieten Möglichkeiten der Unterstützung zum Wohl der Senioren wie der gesamten Bevölkerung. 

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