Luft­schlos­ser

Selten bleibt ein Architekt über mehr als 50 Jahre lang wild und experimentell – doch Günter Zamp Kelp ist so ein Fall. 1967 gründete er mit Kollegen in Wien die Gruppe Haus-Rucker-Co, die aufsehenerregend zwischen Architektur und Kunst mäanderte. Eine neue Publikation widmet sich seinem Lebenswerk.

Publikationsdatum
25-07-2021

Geboren 1941 in Transsylvanien, ging Günter Zamp Kelp als Student nach Wien. An der dortigen TU erfand er die Geschichte von «Igor im Architekturtrainer», die seit 1964 und noch bis 2055 läuft. Sie erzählt, ­aktuell neu verfasst, von einem Architekturstudenten, der in einer Art Inkubator an seinem Masterprojekt «Palace of Perfumes» arbeitet. Der Zukunftsvision sind Zeichnungen und Modellfotos beigefügt, auf denen kugelförmige Räume zu sehen sind, in deren Innerem Düfte zur Regeneration von Körper und Geist anregen – auch heute noch eine verlockende Vorstellung.

Direkt nach dem Diplom 1967 gründete Zamp Kelp mit Kollegen in Wien die Gruppe Haus-Rucker-Co, die bis 1992 existierte und dabei aufsehenerregend zwischen Architektur und Kunst mäanderte. Rückblickend auf Utopien, Aktionen, ­Stationen seiner Lehre und realen Architekturen fächert Zamp Kelp einen Kosmos auf, der in Haptik und Grafik des Buchs seinen passenden Ausdruck findet.

Günter Zamp Kelp, Ludwig Engel (Hg.): Luftschlosser. Ein Blick auf Haus-Rucker-Co / Post-Haus-Rucker. Spector Books, Leipzig 2020. 238 Seiten, 166 farbige und sw. Abb., Broschur, 18 × 26 cm, ISBN 978-3-95905-327-3, 38.90 Fr.

 

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