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Im Dia­log mit der To­po­gra­fie

Als Fortsetzung der Landschaft haben Alventosa Morell Arquitectes eine Ölmühle in die Hangterrassen eingelassen. Darüber öffnet sich ein gläserner Pavillon zum Olivenhain. Die Fassade mit Stahlprofilen von Forster verbindet Transparenz mit den klimatischen Anforderungen der Kaltpressung.

Data di pubblicazione
05-10-2026

Zwischen jahrhundertealten Olivenhainen der katalanischen Region Les Garrigues fügt sich die neue Ölmühle El Trull CV harmonisch in die Hangterrassen ein. Auf dem rund 70 Hektar grossen Anwesen wachsen seit Generationen Olivenbäume auf trockenen Steinterrassen. Für die Produktion von biologischem Olivenöl planten die Architekten ein Gebäude, das diesem Landschaftscharakter nicht entgegensteht, sondern ihn weiterführt. Rund 90 Prozent des Baukörpers sind im Gelände verborgen; als sichtbares Volumen tritt einzig der Empfangs- und Verkostungsraum mit weitem Panoramablick hervor. Eine filigrane Glasfassade öffnet den Pavillon zur Landschaft und schafft eine fliessende Verbindung zwischen Innen und Aussen. Die schmalen Ansichtsbreiten ab 45mm und hohen Spannweiten der Stahlprofile ermöglichen große Glasfelder und lassen den Pavillon mit Licht durchfluten. Das auskragende, begrünte Betondach wirkt daher nahezu schwerelos.

Die Pfosten-Riegel-Fassade forster thermfix vario übernimmt dabei eine zentrale bauphysikalische Herausforderung: Die Kaltpressung des Olivenöls erfordert ganzjährig eine konstante Temperatur von rund 18 Grad Celsius. Während das umgebende Erdreich die Produktionsräume natürlich temperiert, verhindert die thermisch getrennte Konstruktion mit ihren hohen Wärmedämmwerten, dass die grossen Glasflächen zur Schwachstelle werden. 

Einheitliche Materiallogik und nahtlose Integration

Auch die öffnenden Elemente folgen diesem klaren Materialkonzept und setzen dieses bis ins Detail fort. In die Pfosten-Riegel-Fassade integrierte Fenster und Türen des Systems forster unico führen die Stahlkonstruktion in den Zu- und Durchgängen konsequent fort. Das ermöglicht nicht nur architektonische Kontinuität bei schlanken Ansichtsbreiten, sondern auch Sortenreinheit. Da die Profilsysteme ohne Kunststoffisolatoren auskommen, lässt sich der Stahl beim Rückbau sortenrein trennen und rezyklieren.