Was macht das Tes­sin an­ders?

espazium magazin 02/2026

Date de publication
22-01-2026

In dieser Ausgabe machen wir uns auf die Reise in den sonnigsten Kanton der Schweiz, lernen etwas über die dortige Bautätigkeit und werfen dabei hoffentlich auch das ein oder andere Klischee über Bord. Fangen wir mit folgendem Vorurteil an: Während der Kanton Tessin 2009 noch den höchsten Motorisierungsgrad der Schweiz besass (vgl. TEC21 13/2010), steht er heute nur noch auf Platz acht. Auch wir reisen heute nicht mit dem Auto, sondern mit dem Zug an – denn seit dem Bau des Gotthard-Basistunnels 2016 und des Ceneri-­Basistunnels 2020 ist das Reisen mit dem ÖV bequemer und schneller geworden.

Weitere Beiträge zum Thema Tessin finden Sie in unserem digitalen Dossier.

Auf dem Weg eröffnet sich uns nach dem Unterqueren des Gotthardmassivs der Blick in eine malerische Berg-und-Tal-Landschaft. Die topografischen Begebenheiten prägen den Kanton ungemein – wie genau, erklärt uns Andrea Streit, Leiter für Umwelt und Infrastruk­tur der Stadt Mendrisio, im Interview. Zusätzlich erfahren wir anhand von Pilotprojekten, wie das Tessin mit den momentanen Herausforderungen in der Bauwirtschaft umgeht. 

Zuerst besuchen wir den Bocciodromo in Quartino westlich von Bellinzona: Er ist ein Beispiel dafür, wie Kreislaufwirtschaft auf der eigenen Baustelle gelingen kann. Weiter Richtung Süden liegt vor uns bereits das nächste Gebirge: Durch den Ceneri-Basistunnel fahren wir von Sopraceneri, der Region nördlich des Monte Ceneri, nach Sottoceneri, dem Gebiet südlich davon. Der Tunnel spuckt uns direkt in der Stadt Lugano aus und wir schauen uns den Park der Villa Costanza an, der uns Massnahmen zur Hitzeminderung lehrt. Wir fahren dem Luganersee entlang, landen zum Schluss in Coldrerio, einer Gemeinde südlich von Mendrisio, und besichtigen ein Projekt, das den generationsübergreifenden Austausch fördert.

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