SIA-Mas­ter­preis Ar­chi­tek­tur 2016: «An Ar­chi­tec­tu­re School for Zu­rich»

Projekt von Edward Jewitt

Masterarbeit ETH Zürich | Professur Tom Emerson

Publikationsdatum
21-04-2017
Revision
21-04-2017

An einem Zürcher Ort, an dem schon seit langer Zeit planerisch herumexperimentiert wird, soll ein neuer Ableger der bekannten Architekturschule entstehen. Die umliegenden Gebäudetypologien des Bestands, die spezifischen Grünraumqualitäten, die reichhaltige Nutzungsgeschichte, aber auch die schiere Grösse des Areals sind beeindruckend. Vor diesem Hintergrund entwickelt der Verfasser eine einfache, hofrandartige Gebäudestruktur, indem er vor allem den Schnitt bearbeitet. Diese Kette aus Arbeitspavillons richtet sich dabei an drei Stellen ins Innere des Gevierts, was eine klösterliche Arbeitsstimmung erzeugen könnte. Die Einfachheit der Struktur, die Angemessenheit der Mittel, die hohen räumlichen Qualitäten und die gut spürbare Atmosphäre verleihen dem Entwurf eine schöne Stimmung und wecken beinahe so etwas wie nostalgische Gefühle an die Pavillons auf dem Hönggerberg – oder an die schöne Zeit, die man in ihnen verbracht hat.


SIA-Masterpreis Architektur

Der SIA-Masterpreis Architektur, den der SIA seit den 1960er-Jahren jährlich verleiht, zeichnet Abschlussarbeiten der drei universitären Hochschulen Eidgenössische Technische Hochschule Zürich (ETHZ), Ecole polytechnique fédérale de Lausanne (EPFL) und der Accademia di architettura di Mendrisio (AAM)  aus. 80 bis 130 Masterprojekte werden pro Prüfungssession eingereicht. An der ETH finden jedes Jahr zwei Sessionen statt, an EPFL und AAM eine. Für jede Schule gibt es eine Jury aus sechs Architektinnen und Architekten: dem Präsidenten des Fachvereins Architektur und Kultur (A & K) sowie je einem Vertreter/einer Vertreterin des A & K aus den drei Sprachregionen, der Berufsgruppe Architektur (BGA) und der SIA-Sektion des Kantons der Hochschule, also Waadt, Zürich oder Tessin.

Einen Überblick über die Gewinnerprojekte finden Sie im E-Dossier «SIA-Masterpreis Architektur 2016».