Die Zür­cher Kuh

Publication
03-03-2017
Revision
03-03-2017

Was dem Älpler seine Kuh, das ist dem Zürcher sein Rasenmäher. Auch Letzterer muss in die obersten Regionen vordringen, um sein Futter zu erhalten. Leider verwertet er das Gras bedeutend schlechter als sein Pendant auf den Alpen. Denn von Zürcher Stadtkäse ist mir noch nichts bekannt. Hobby­mässig liesse sich so etwas vielleicht sogar umsetzen.
In landwirtschaftlich genutzten Alpregionen wäre es wohl undenkbar, so grosse ebene Flächen brach liegen zu lassen und nicht zu nutzen. Da müssten schon Gelder fliessen, falls eine Beweidung verhindert werden sollte. Kühe, Geissen oder Hasen auf dem Dach, das hätte in der Stadt schon etwas. Vielleicht auch noch einen Liegestuhl dazu, zur Naherholung? Darin liesse es sich dann über den Dächern liegen und darüber nachdenken, ob die Ausnützungsziffer angepasst werden müsste. Und in kürzester Zeit wäre man schon daran gewöhnt, eine Kuh auf einem Dach zu sehen. Man denke nur mal an den Film «Die rechte und die linke Hand des Teufels». Wem ist in der Anfangsszene, als Terence Hill die Raststation betritt, die Kuh auf dem Dach aufgefallen? Doch auch ohne Tier – schöner als ein nacktes Blech- oder Kiesklebedach ist so eine bewachsene Fläche allemal.
Guten Appetit, Zürcher Kuh.
 

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