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Süd­ti­rol baut, for­scht, ver­sorgt

In Südtirol treffen industrielle Präzision, Ingenieurleistung und Wissenschaft aufeinander – ein Standort für komplexe Bau- und Energielösungen.

Data di pubblicazione
01-10-2026

Ob eine Fassade, die kein rechtes Mass kennt, oder ein Kraftwerk, das über Jahrzehnte laufen soll: Manche technischen Aufgaben verlangen mehr als Routine. Südtirol hat sich in gleich mehreren solchen Feldern einen Namen gemacht – im Bau, in der Energiegewinnung und in der Forschung, die beide begleitet.

Fassaden für die Welt

FRENER & REIFER aus Brixen realisiert seit 1974 technisch komplexe Fassaden und Gebäudehüllen – von filigranen Glaskonstruktionen bis zu Sonderlösungen ohne Marktstandard. Über 1'300 Projekte in 17 Ländern sind so entstanden, darunter das Musée Audemars Piguet im Waadtländer Le Brassus und die BMW Welt in München. PICHLER projects wurde 1978 im Eggental gegründet und hat sich von einem kleinen Handwerksbetrieb zu einem international tätigen Stahlbau- und Fassadenunternehmen entwickelt. Von der Planung und Konstruktion über die Fertigung bis zur Montage begleitet das Unternehmen jedes Projekt aus einer Hand, ob im konstruktiven Stahlbau, bei innovativen Fassadenlösungen, hochalpinen Bauvorhaben, Infrastrukturprojekten oder internationalen Sonderkonstruktionen.

Energie mit Tradition

TROYER aus Sterzing entwickelt und realisiert seit 1934 Lösungen für die Wasserkraft und hat weltweit über 600 Projekte umgesetzt. LEITWIND, ebenfalls aus Sterzing und wie TROYER Teil der HTI-Gruppe, entwickelt Windturbinen mit getriebelosem Direktantrieb – eine Technik, die aus dem Seilbahnbau stammt und auf die Windkraft übertragen wurde. Zwei Unternehmen, die zeigen, wie sich in Südtirol über Jahrzehnte technisches Know-how in der Energiegewinnung entwickelt hat. 

Forschung als Fundament

Den wissenschaftlichen Rahmen liefert das Forschungsinstitut Eurac Research in Bozen, das im NOI Techpark angesiedelt ist.  2'550 Menschen, drei Forschungsinstitute, vier Universitätsfakultäten, 76 Unternehmen und 37 Start-ups sind im NOI unter einem Dach vereint. Hier wird u. a. zu technischen Lösungen und neuen Ansätzen in den Bereichen Energiesysteme, Wassertechnologien, Gebäuden und Stadtvierteln geforscht. So greifen Wissenschaft und industrielle Praxis ineinander. 

Was Südtirol in all dem verbindet, ist neben der Technik auch die Sprache: Wer zwischen Deutsch und Italienisch zu Hause ist, versteht die Denkweise nördlich und südlich der Alpen – und das öffnet Türen weit über die Region hinaus.

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