Back
Stahlbau – Welche Brücken leisten mehr?
espazium magazin 2026 18
CHF 14.00
Back
In dieser Ausgabe zeigen wir, wie leistungsfähige Brücken durch die Verbindung von Tragwerk, Material, Nutzung und Kontext entstehen. Der Prix Acier 2026 würdigt herausragende Stahlbauten, die durch technische Raffinesse und hohe Qualität überzeugen. Zwei Beispiele stehen dabei besonders für einen ortsbezogenen Entwurf: Beim Castielerviadukt werden die Hangbewegungen Teil des Tragwerkskonzepts, während beim Halbanschluss Bellinzona Centro die Verkehrsgeometrie selbst zum Tragwerk wird. Beide Projekte zeigen, wie Brücken durch die konsequente Reaktion auf ihre spezifischen Anforderungen effizient, logisch und selbstverständlich werden können.
Im Themenfokus:
- Herausragende Stahlbauten - Judit Solt
Die Jury des Prix Acier 2026 zeichnete fünf Projekte mit einem Preis aus, zwei weitere würdigte sie mit einer Anerkennung – sieben Bauwerke aus der ganzen Schweiz. Im Überblick fällt ihre Vielfalt auf, bei näherem Hinsehen beeindrucken ihre Raffinesse und hohe Qualität. - Hangbewegungen als entscheidende Entwurfsparameter - Clementine Hegner-van Rooden
Seit über hundert Jahren bewegt sich der Hang unter dem Castielerviadukt auf der UNESCO-Welterbestrecke der Rhätischen Bahn – und mit ihm die Brücke. Für den Ersatzneubau in Stahl sind die geologischen Bewegungen nun Teil des Entwurfskonzepts von Bänziger Partner. - Ein Ring trägt den Kreisel - Clementine Hegner-van Rooden
Beim neuen Halbanschluss Bellinzona Centro wird die Verkehrsgeometrie zum Tragwerk: Ein 60 m grosser Ring aus einem Cortenstahl-Beton-Verbundsystem bildet den Kreisel über der Autobahn. Teile des neuen Überbaus übernahmen bereits während der Bauphasen den Verkehr. Bestehende Pfeiler und Widerlager wurden weitgehend erhalten und verstärkt.