Schnell, Unterhaltung, aber nicht schnelle Unterhaltung
4-Minuten-Challenge
Vier Minuten Zeit für die Vorstellung eines Projekts? Dass dies für Ingenieurinnen und Ingenieure machbar ist, zeigte die zweite 4-Minuten-Challenge in Luzern.
Es war ein Feuerwerk an Informationen und auch an Unterhaltung. In bester Stimmung veranstaltete die Basys AG im Rahmen des Engineers’ Day zum zweiten Mal die 4-Minuten-Challenge in Luzern.
18 Referentinnen und Referenten aus dem Ingenieurbereich hatten jeweils exakt vier Minuten Zeit, ihre Arbeit, ihr Projekt oder Besonderheiten aus ihrer Tätigkeit vorzustellen. Dies bedeutet nichts anderes, als die Quintessenzen aus «normalen» Tagungsvorträgen präsentiert zu bekommen.
In kürzester Zeit bekam das Publikum zahlreiche Informationen zu allem, was gerade gebaut wird, zu welchen Fragestellungen bei Konstruktionen oder bei Computerberechnungen geforscht wird oder wie mit Planungsänderungen bei konkreten Projekten humorvoll umgegangen werden kann. Schneller lassen sich Informationen wohl nicht einmal googeln.
Auch der Humor kam bei der Veranstaltung nicht zu kurz: Die Kürze der Vorträge – tatsächlich hielten alle Referierenden ihre Zeitvorgabe ein, da ihnen gar keine Wahl blieb – erlaubte, dass man schnell in die Pause kam und dort ins gegenseitige Gespräch. Der Veranstalter Basys AG wirbt damit, starke Verbindungen zu schaffen, sei es in Bezug auf Bauelemente oder auf menschlicher Ebene. Die lockere Atmosphäre und das Gefühl, dass man als Ingenieurin oder Ingenieur in der Praxis immer im gleichen Boot sitzt wie die Vortragenden, trugen zum gelungenen Event bei.
Sieger unter Gewinnern
Zum Schluss wurden noch die Siegerinnen unter den Gewinnern – das waren natürlich alle – ermittelt. Das Publikum stimmte über die Vorträge ab. Joana Levkov von der Gruner AG erreichte Rang drei mit ihrer Vorstellung effizienter Böschungsberechnungen am Beispiel der SBB.
Mit dem zweiten Preis konnte sich Andreas Möri von der Axpo Group schmücken: Obwohl er kein Fastnachter ist, trug er eine geplante Dammerhöhung am Mattmark-Stausee sogar als Schnitzelbank vor.
Das Gegenteil einer Dammerhöhung, eine Seeabsenkung, machte den ersten Platz: David Hodel von der Theiler Ingenieure AG in Thun stellte die Absenkung des Gletschersees auf der Plaine Morte vor. Spektakuläre Bilder, eine ungewöhnliche Baustelle und viele Probleme, die gelöst werden müssen: Willkommen bei den Ingenieuren.
Und auch gerne wieder am nächsten Engineers’ Day 2027 oder bei der nächsten 4-Minuten-Challenge in der Romandie.