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Nach­hal­ti­ger Um­gang mit Na­tur­ge­fah­ren

Die Anforderungen an nachhaltige Gebäude sind hoch. Dazu gehört auch ein angemessener Schutz vor Naturgefahren wie Hagel, Sturm oder Starkregen. Nachhaltigkeit beim Bauen erfordert gelungene Konzeption und Gesamtlösungen, die für Mensch und Umwelt eine lebenswerte Zukunft bringen.

Publikationsdatum
31-01-2023

Wer nach den Grundsätzen der Nachhaltigkeit bauen will, muss auch Naturgefahren möglichst früh in der Planung berücksichtigen. In einem gebirgigen Land wie der Schweiz mag man zuerst an Steinschlag oder Lawinen denken. Doch drei Viertel aller Gebäudeschäden gehen auf Hagel, Sturm und Starkregen zurück. Diese Gefahren können auch im Mittelland jederzeit auftreten. Umso mehr müssen bei der Konzeption und der Materialisierung neue Lösungen gefunden werden, um Gebäude und Infrastruktur bestmöglich den zu erwartenden Einwirkungen anzupassen.

Jeder zweite Überflutungsschäden rührt übrigens nicht von ausufernden Fliessgewässern und Seen her, sondern vom sogenannten Oberflächenabfluss; einer bis heute unterschätzten Naturgefahr, verursacht durch lokale Starkregen. Schweizweit sind zwei von drei Gebäuden potenziell von Oberflächenabfluss betroffen. Gemäss den Klimaszenarien für die Schweiz CH2018 ist von einer deutlichen Zunahme der Häufigkeit und Intensität der Starkregenereignisse auszugehen – die zunehmende Versiegelung und Verdichtung des Bodens verstärkt die Problematik zusätzlich.

Planungshilfen für einen wirksamen und effizienten Gebäudeschutz

Es gibt wirksame konzeptionelle und konstruktive Lösungen für naturgefahrensichere Gebäude. Gerade im Sinne der Nachhaltigkeit müsste der bewusste Umgang mit Naturgefahren beim Planen und Bauen zur Selbstverständlichkeit werden. Konkrete Beispiele und Planungshilfen für Bauherren, Architekten und Fachplaner sind auf www.schutz-vor-naturgefahren.ch zu finden oder in den Wegleitungen SIA D 0260 und SIA 4002.

Werden Naturgefahren bereits früh im Projekt berücksichtigt, lassen sich Neubauten meist ohne Mehrkosten schützen. Dies gilt besonders für die Erdbebensicherheit und den Hochwasserschutz. Ein ungünstiger Entwurf lässt sich selbst mit hohem Zusatzaufwand nicht mehr retten. Viele bauliche Massnahmen sind einfach umsetzbar. Gut in den architektonischen Kontext eingebettete Hochwasserschutzmassnahmen, etwa in Form höhergelegter Öffnungen und Zugänge, sind kaum als solche erkennbar und schützen zuverlässig. Können Tiefgarageneinfahrten nicht permanent mit baulichen Vorkehrungen geschützt werden, eignen sich technische Massnahmen, die ohne menschliches Zutun funktionieren, z. B. automatische Klappschotts. Auf mobile, im Ereignisfall manuell zu errichtende Hochwasserschutzbarrieren sollte man nur in Ausnahmefällen zurückgreifen.

Zum Schutz der konstruktionsbedingt besonders verletzlichen Storen eignen sich technische Lösungen hervorragend. Dazu gehört etwa das kostenlose Warnsystem «Hagelschutz – einfach automatisch» der Vereinigung Kantonaler Gebäudeversicherungen. Damit kann die Gebäudesteuerung bei akuter Hagelgefahr sämtliche Storen temporär hochfahren – das Schadenpotential reduziert sich somit auf null. Ein ähnliches System zum Schutz vor Wind ist in Entwicklung, wobei Windmessungen aus der Umgebung helfen, Böen früh zu erkennen und die Storen rechtzeitig hochzuziehen.

Auch bei Sanierungen von Dach und Fassade sowie der Installation von Solaranlagen ist der Schutz vor Hagel, Wind und Schnee wichtig und meist in Synergie mit den restlichen Arbeiten realisierbar. So können beispielsweise hagelgeprüfte Bauprodukte gemäss Hagelregister oder gegenüber hohen Schneelasten besonders widerstandsfähige PV-Module und thermische Kollektoren gewählt werden. All diese Massnahmen verlängern die Lebensdauer von Bauteilen und reduzieren somit Ressourcenverschleiss, Umtriebe und Kosten. Naturgefahren frühzeitig in die Planung miteinzubeziehen, ist ein zentrales Element der Nachhaltigkeit am Bau.

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