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Na­tur, roh, ge­mau­ert

espazium magazin 2025 21

CHF 14.00
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24-10-2025
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Mit dem Vormarsch von Beton geriet Naturwerkstein ins Hintertreffen beziehungsweise verkümmerte seine tragende Funktion zur reinen Dekoration. Dünne Steinplatten an Fassaden mögen nach aussen hin einen massiven, urtümlichen, ja rustikalen Anschein vortäuschen – aber mit stabilem Tragwerk hat dies nichts zu tun. 

Umso interessanter ist es, wenn Planende sich wieder an den statischen Eigenschaften des Steins orientieren und diese in die Gebäude integrieren. Der Stein kann dabei als selbsttragende, massive Fassade dienen oder sogar als vertikales Tragwerk für mehrstöckige Wohngebäude fungieren. «Back to the roots», sozusagen. Trotz ansprechender Ästhetik wird sich diese Bauweise im grossen Stil jedoch kaum durchsetzen.

Im Themenschwerpunkt

  • Der gewöhnliche Stein kehrt zurück - Joël Amstutz
    Naturstein statt Klinker: Das Büro Galli Rudolf konstruiert die selbsttragende Fassade des Mattenhof III in Zürich mit Bollinger Sandstein und behält dabei das zuerst geplante Klinkerformat bei.
  • Der weisse Stein der Weisen? - Peter Seitz
    Nach den beiden Wohnbauten aus Naturstein im Stadtteil Les Sciers in Plan-les-Ouates setzt das Büro Archiplein seine Philosophie fort: Am Ufer der Rhone in Genf entstanden Sozialwohnungen in einem Gebäude aus tragendem Kalkstein.